Beyond The Stars

(Benni) Forschungsstation Darwin V AGAIN

Wir lecken noch unsere Wunden nach dem Kampf mit diesen genetisch und technisch aufgeputschten Kötern als Lina bereits wieder unruhig durch das Labor streift und allerlei Zeug aufhebt von dem sie garantiert wieder nicht weiß was es bewirkt. Hin und wieder hält sie Ajiid eines der Fundstücke unter die Nase und erstaunlicher weise scheint er ein ausgezeichnetes Gespür (oder einfach nur viel Fantasy) zu haben bzgl. der Funktion dieser experimentellen Gegenstände. An einem dieser Gegenstände fummelt sie dann so lange rumm bis er blau zu leuchten beginnt. Sie wirft ihn kurzerhand in einen der Liftschächte der nach unten auf das nächste Level führt.

Petrov steigt zuerst runter um am Boden des Lifts nach dem Messer zu suchen, welches ja in eben so einem Liftschacht verloren gegangen sein soll. Allerdings findet er nichts und drückt nach einer kurzen Zeit die Tür zum nächsten Level auf. Während wir ihm nachklettern schaut er sich bereits ein wenig um und stößt auf Bildschirme die alle möglichen Überwachungskamera auf der Station übertragen. Es zeigen sich unterschiedlichste Szenarien, wie etwa ein komischer Dschungel mit üppiger Flora oder ein runder Raum welcher der Datenkern der Forschungssation sein könnte. Wir vermuten diesen Datenkern hinter einer der verschlossenen Türen die ebenfalls auf diesem Level sind und versuchen diese aufzubekommen. Alina fummelt mal wieder eigenmächtig und ohne große Kompetenz an irgendwelchen Konsolen herum als ein Lichtbogen von der Tür schlägt und uns beide zu bizarr tanzenden Marionetten macht. Der Lichtbogen endet abrupt und ich gehe in die Büßerstellung auf ein Knie um diesen schock erst einmal zu verdauen, auch Alina sieht etwas mitgenommen aus. Nach dieser Pleite an der Tür zum Datenkern gehen wir erst einmal weiter und stoßen kurz darauf auf die Tür zum nächsten Liftschacht, der wiederum zum nächsten Level nach unten führt, allerdings ist die Tür verschlossen und rührt sich trotz größerer Bemühungen keinen Millimeter. Ich entscheide mich die Tür mit meiner Petrusfaus zu bearbeiten und siehe da, bereits nach einem gewaltigen Schlag kippt das mehrere Zentimeter dicke Plaststahlschott in Schacht und donnert mit einem gewaltigen Schäppern auf den Boden. Noch während ich denke “scheisse war das laut” vernehme ich auch schon Getrampel und Gebrüllauf unserem level das mit hoher Geschwindigkeit auf uns zukommt. Neun Schemen lösen sich aus den Schatten. Es scheinen irgendwelche Affendämonen zu sein und angesichts ihrer überzahl entschließen wir uns kurzerhand in den dunklen Schacht nach unten zu steigen.

Petrov übernimmt die Spitze an der Leiter nach unten und stößt bei der Hälfte auf ein eigenartiges und schafkantiges Netz aus Metallseilen. Als er beim versuch sich durchzuquetschen an einem der Seile hängen bleibt, erscheinen plötzlich sechs riesige Metallspinnen aus Löchern in den Wänden und stürzen sich über die Seile auf uns, während wir fast hilflos an der Leiter hängen. Petrov erledigt die erste mit dem Flammen werfern, aber die nächsten fünf rücken ihm so arg auf die Pelle, das ich mich kurzerhand entschließe über ihn hinwegzuklettern und ebenfalls in den Kampf einzugreifen. Durch ein Missgeschick rutscht Mishiro an der Leiter aus und stürzt in die tiefe, auf dem Weg nach unten reißt sie mich, Petrov und zwei der Spinnen mit nach unten. Durch ein Wunder bleiben wir von den Stahlseilen verschont die uns leicht einige Gliedmaßen hätten kosten können und so rauschen wir die restlichen 4-5 Meter runter und kommen mit einem weitern Knall am Liftschachtboden auf. Die Spinnen zerquetscht es unter Petrovs und meinem Plattenpanzer und auch uns drückt es sämmtliche Luft und noch ein bischen meher (ist das Blut?) aus den Lungen. Alina aktiviert an der Leiter einen Gegegenstand aus den Laboren und es breitet sicht von ihr ausgehend ein bläulich schimmerndes Feld aus. Die Spinnen die von diesem Feld berührt werden verharren plötzlich in ihrer Bewegung und flüchten dann zurück in ihre Höhlen. Daraufhin klettern auch Ajiid und Alina (mit einem schönen Flickflack) den restlichen Weg nach unten, wo wir noch dabei sind zu verschnaufen und unsere Knochen abzutasten. Irgendwann betreten wir dann das zweite aktuelle Level und finden uns in der üppigen Flora wieder die wir zuvor auf den Bildschirmen gesehen haben. Wir sehen außerdem mehrere transparente Schotten und hinter einem davon wandert ein gigantischer ruheloser (blinder?) Gryzlly Bär hin und her. Da hinter einem anderne Schott die nächste Lifttür nach unten ist, bleibt uns nichts anderes übrig, als auch durch diese Türen zu kommen. Dieses mal versucht sich Petrov an einer Konsole und prompt gehen alle Schotten auf, natürlch auch das mit dem dicken Bären. Nach einem kurzen und blutigen Kampf erledigen wir das Ungetüm. Ajiid packt seinen Handsensor aus um nach Gerätschaften zu scannen, die ungefähr die Größe des Messers aufweisen. Das Signal lotst ihn zum nächsten Liftschacht nach unten. Diese Mal geht die Tür ohne großen Wiederstand auf und in der Dunkelheit des Schachts sehen wir eine Spiegelung am unteren Ende. Aufgrund der vergangen Ereignisse auf dieser Station sind wir skeptisch und wollen dieses mal nicht Blind in unser Verderben klettern, aber nach ewigen hin und her entschließen wir uns doch nach unten zu wagen.

Die Kletterpartie verläuft ereignislos, als wir dann allerdings durch die Tür in das nächste Level steigen, geht diese kurzerhand hinter uns zu. Wir vermuten eine Falle und machen uns sofort kampf- und handlungsbereit. Über das Kommunikationssystem meldet sich eine animalisch wirkende und mit knurrlauten durchsetzte Stimme die uns einen Handel anbietet. Der Fremde möchte uns verschonen und uns auch das Messer + die Daten aushändigen, wenn wir ihn und seine “Brüder” von dieser Station mitnehmen und aus dieser Isolation befreien. Sollten wir dem jedoch nicht nachkommen wollen, würden er seine Brüder anweisen uns in Stücke zu reißen. Alina zeigt sich empört und verhandelt immer wieder nach und befürchtet durch diesen Fremden hintergangen zu werden. Nach einer Weile schaltet sich das Licht hell und wir sehen uns von rund zwanzig Wolfsmenschen umzingelt. Der Fremde ist einer davon und stellt sich als Wolfgang (ist das ein schlechter Scherz?) vor. Er erzählt uns von dem Schicksal der Murlows (Wolfskrieger) wie sie von der Allianz als Supersoldaten mit verschiedenen Tieren genetisch entwickelt und gekreuzt wurden. Da sie sich allerdings als nicht beherrschbar herausgestellt haben, wurden sie exekutiert oder wie hier in Quarantäne verschoben. Es handelt sich also um extrem intelligente, schnelle und starke Supersoldaten und sie sind uns auch noch zahlenmäßig fast 4 zu 1 überlegen. Uns bleibt also nichts als zu verhandeln und schließlich willigen wir ein die Murlows zu befreien.

Ich hoffe nur hierbei handelt es sich nicht um die Geisel der Menschheit. Wolfgang scheint uns allerdings nichts zu verheimlichen und neben der Freiheit wünscht er sich hauptsächlich Gerechtigkeit für die Sünden die an ihm und seinen Brüdern vollübt wurden. Diese Gerechtigkeit möchte er der Allianz bzw. CERN angedeihen lassen und da diese Menschen eh gottlose sind die lediglich Profit und Wohlstand nacheifern und dabei über Leichen gehen, habe ich letztlich nichts gegen die Befreiung dieser seltsamen Geschöpfe. Obwohl sie keine von Gottes Hand geschaffenen Wesen sind, erkenne ich doch einen Ehrenkodex in ihrem Denken und Handeln und so erwische ich mich selbst dabei, wie ich ihnen eine gloreiche Zukunft wünsche.

Aus logistischen Gründen müssen wir mit unserem kleinen Gleiter zweimal zur Defi fliegen um uns und alle Murlows zu transportieren. Aus Sicherheitsgründen entschließen wir beide Gruppen aufzuteilen und zu mischen. Der Gleiter legt das erste Mal ab und ich verbleibe zunächst mit Wolfgang, einigen Murlows, Alina und Mishiro auf Darwin V.

Comments

Sehr gut geschrieben Benni !

Teus

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