Beyond The Stars

Sturmspitze Troika

Bei der Rückkehr von dieser wenig ruhmreichen Plünderung eines Militärkonvois werden wir gefeiert wie Helden. Es gibt Premium Vodka für alle, fantastisch! Gut, in einem Punkt muss ich den Stolz von Ltd. Ivan Trubachev unterstützen: Es wurde niemand nennenswert verletzt, zumindest niemand von uns und den Zoraisten! Die NSU Soldaten wurden mit einem Blitzangriff schwer getroffen und gnadenlos abgeschlachtet. Die Fahrzeuge haben wir entweder gesprengt, oder ausgeräumt. Munition, Proviant, Sprengstoff. Nach aufbauenden Worten vom Major, verfallen die Einheimischen gleich in die Vorbereitung auf die nächste, richtig große Schlacht. Da wir uns so vortrefflich geschlagen haben, kommt uns die Ehre zu, die Sturmspitze auf die Troika Station zu stellen. Um der Armee den Weg zur Invasion zu ebnen, muss jemand das Tor öffnen und dabei möglichst viel Truppen und Kriegsgerät kampfunfähig zu machen. Es gibt ein sehr, sehr tiefes unterirdisches Wasserloch, über das Kühlwasser von den Atomreaktoren der Troika abgeführt wird. Diese Plörre ist voll von Schwefel und aggressiver Säure, der Major “hofft”, dass das Wasser die Strahlung der technisch mieserablen Reaktoren zum Großteil bindet. Die Rebellentruppe legt sich Spezialanzüge an. Die seien Säurebeständig und halten den Wasserdruck ab. Auf die Frage, ob die denn auch vor Strahlung schützen, resigniert Sebushka: “Naja, wird schon nicht so schlimm sein, müssen ja auch nur kurz durch den Reaktorraum durch.” Petrov bestand darauf, unbedingt auch Dosimeter mitzunehmen. Alina ist sich sicher, dass es sich um ein Himmelfahrtskommando handelt. Selbst wenn wir den anspruchsvollen Tauchgang überleben und durch den Reaktorraum ohne schwere Verstrahlungen gegangen sind, werden wir bei den Tausenden stationierten Soldaten nicht weit kommen.

Da hilft all das Lamentieren nicht, der 3-Achsige Transportpanzer fährt vor, die hässlichen Anzüge werden angelegt und persönliche Dinge sicher in der Brushba verstaut. Die Rebellen verlangen, dass Pankrati mit der Brushba mit den Kampffliegern ausrückt. Hoffentlich fliegt der Junge vorsichtig und hält sich aus Gefechten raus. Für solche Späße ist der alte Junge nicht ausgebildet! Wir fahren durch das Outback und werden unter der Fahrt plötzlich durch schweres Feuer gestoppt. Granaten schlagen um unseren Panzer ein und kurz vor dem Ziel müssen wir halten. Tor auf und schnell raus, in Deckung! An der Wand aus Vulkanfels gepresst, bereiten wir uns auf den Tauchgang vor. Wir verbinden uns mit einem Tau und nehmen die Atemgeräte auf. In den Sauerstoffflaschen befindet sich flüssiges Atemmaterial, das die Lungen füllt. Diese widerliche Erfahrung verkraften nicht alle von uns. Michiru macht ein sehr entsetztes Gesicht, verkraftet es aber scheinbar gut, nicht so wie Alina! Sie macht einen ernsthaften Todeskampf durch und schlägt beim vermeintlichen Ertrinken wild um sich. Die Rebellen pressen die arme Frau zu Boden und fixieren ihre Atemmaske, damit das Gemisch ihre Lungen fluten kann. Als sie sich beruhigt hat, können wir fortfahren. Die Rebellen warten nicht auf uns und sind bereits gesprungen. Wir tauchen los und mit einem rasenden Tempo sackt Michiru an uns anderen vorbei und zieht dank Tau alle anderen hinter sich her. Vor entsetzen über ihr Gewicht strampeln alle wie wild und ziehen die Reißleinen der Tarierwesten. Die Luftkissen blasen sich auf, halten Michiru aber nicht auf. Ajit stößt gegen die scharfkantigen Schieferwände, der Abtrieb geht weiter. Das Tau reißt am letzten Mann: Petrof schwebt davon. Michiru schlägt auf. Sie hat Klettereisen an Ihren Stiefeln befestigt und verankert sich sicher auf dem Vorsprung. Die Wände sind mit reichen Edelsteinadern durchzogen. Michiru reißt einen Kristall heraus und betrachtet ihn fasziniert. Ajit und Alina schweben über ihr. Alina rudert mit Gier in den Augen auf die Wand zu und greift nach einem schönen Rosenquarz und reißt sich dabei den Ärmel auf. Säure verätzt ihren Arm. Wir müssen einen “gähnenden After” passieren, um weiter nach unten zu kommen. Leider verunglückt dabei Petrov an einem scharfkantigem Fels und reißt sich ein großes Loch in die Leistengegend in seinen Anzug. Vor schmerz krampft er sich zusammen und gerät in Panik, als die Säure seine Schenkel erobert. “Muss hier raus!” Schleunigst lassen wir uns weitersinken. Die ganze Kaverne ist voller fremdartiger Perlmutweißer Quallen. Man kann sich nicht bewegen, ohne die Quallen zu berühren. Alina gefällt das gar nicht und greift panisch nach der Harpune. Sie sticht nach den Quallen und wird von ihnen attackiert. Im Todeskampf versucht eine Qualle, sich um Alinas Hand zu schlingen. Sie drückt ab und schießt einen Harpunenspieß hindurch. Der Spieß trifft ihren Untermann Ajit! Nur ein Streifschuss am Arm, aber sein Anzug hat ein Loch und lässt Säure hinein! Es sieht finster aus, besonders finster sind nämlich auch unsere Dosimeter Streifen! Zuvor waren sie weiß und nun pechschwarz: Tödliche Strahlung! Die Rebellen schweißen gerade ein Loch in den Fels. Wir hetzen hinein in einen Schmutz-weiß gekachelten Raum mit Brennstäben!! Das Wasser ist sehr warm hier. Mit einem Mechanismus lässt einer der Rebellen das Wasser in diesem Raum ab. Gedämpft hören wir einen röhrenden Alarm. Durch ein Bleifenster in der gekachelten Wand blicken komplett verdutzte Gesichter von Technikern aus dem Reaktorraum. Eine Tür führt in eine Schleuse, über die man die Kammer verlassen kann. Wir klettern über eine Blechleiter hinauf und öffnen per Knopfdruck die Innentür der Schleuse. Durch den Druckausgleich, wird der Raum in gelbes Licht getaucht und jeder da draußen weiß, dass wir in der Schleuse sind. Die Techniker öffnen uns von Außen die Schleuse. Nachdem die Techniker unsere 11 Mann starke und bewaffnete Truppe sehen, springen Sie zur Seite und Sicherheitsleute in diesem Raum werden mobil und fordern uns auf, langsam und nacheinander raus zu kommen. Schnell und nacheinander werfen die Rebellen 2 Granaten in den Reaktorkontrollraum. Leise und verdeckt war das zwar nicht, aber macht aus allen NSU Mitarbeitern in diesem Raum Hackfleisch. Nach diesem Schlachtfest erntet Petrov einige bemitleidende Blicke auf seine Leiste. Das Würstchen ist blutig geschwollen und wirft schmerzhaft aussehende Bläschen. Zumindest braucht der Mann sich vorerst keine Gedanken mehr über Intimrasur machen. Er zieht sich beschämt die Hose von einer der verkohlten Leichen an, um sich zu bedecken. Wir rücken weiter und erkunden den Gang. 20 aufgebrachte Soldaten und Techniker strömen herein. Der Major der Zora warnt selbstsicher vor Kontamination und deutet auf sein Dosimeter. Michiru hat ihr Gesicht gewandelt und ist einer der Techniker, die gesprengt wurden. Sie wirft mit Fachbegriffen um sich und unterstreicht den Ernst der Lage, der gesamte Bereich müsse abgeriegelt werden! Die Truppe schielt ängstlich auf die pechschwarzen Messstreifen und macht kehrt, um den Bereich zu verlassen. Der Major macht ein stummes Zeichen an seiner Kehle. Die Rebellen mähen mit ihren schallgedämpften Sturmgewehren, alle 20 Mann nieder durch Feuersalven in die Rücken der Soldaten. Leichen wegschaffen! Alarm muss abgeschaltet werden! Nach dem Wegschaffen rücken weitere Techniker nach. Der Major weist ihn an, den Alarm abzuschalten, das Terminal sei kaputt. Der Techniker salutiert und geht los. Vorrücken in den weiteren Gang. Zahlreiche Stiefeltritte von überall sind zu hören! Was geht da vorne vor? An einer Gabelung marschieren 2 Truppen der NSU zusammen. Eine der Truppen hat 6 Kampfmechs in den Reihen. Einige unserer Leute schlucken. Gegen einen Mech hilft nur unsere Panzerfaust: 3 Schuss für 6 Panzer. Herausfordernd!! Wir werfen erst mal Barrikaden auf den Boden und nehmen dort Stellungen ein. Die Rebellen werfen Granate um Granate. Nur leichte Verluste. Die Mechs nehmen keinen Kratzer. Sperrfeuer der Mechs zerschreddert die Kisten und verletzt Michiru. Panzerfaust! Ein Mech fällt. Weitere Granaten fliegen, eine davon ist Ajits Rauchgranate. Wir hören plötzlich von ganz vorne Laserschüsse. Die NSU hat keine Laserwaffen! Rote Lichtblitze fliegen durch den Gang, Schreie. Die Rauchgranate plokt gegen die Barrikade, sie zischt und versprüht tiefschwarzen Nebel. Durch die dichten Schwaden sehen wir einen riesigen Humanoiden mit Lamellenrüstung, albern geschmücktem Helm und nackten Beinen. Der Riese springt agil in den NSU Haufen und schwingt ein “Kurzschwert” durch die zuckenden Leiber der hilflosen Soldaten. Er reißt das Schwert hoch und zerschneidet einen der Mechs auf, der nach vorne kippt. Der Rauch verdeckt das Gemetzel. In der Angst vor der neu aufgetauchten Bedrohung, zieht Alina ihre NSU Kleidung aus und verkriecht sich nur in Unterwäsche hinter der Deckung. Selbst wenn ihr das nichts nutzen sollte, so unterhält es zumindest die restliche Truppe ganz ausgezeichnet! Ein paar warme Gedanken können in so einer Situation nicht schaden.

Als der Rauch sich wieder lichtet und wir ängstlich aus der Deckung linsen, ist nicht mehr viel von den 2 NSU Truppen übrig. Nur noch eine Hand voll sind am leben und sind nicht ansprechbar. Entweder schwer verletzt, zittrig am ganzen Leib oder einfach kreide bleich vor Schreck, sind die keine Gefahr mehr. Alina nimmt sich eine schallgedämpfte Waffe und beginnt damit, einen der verkrüppelten Überlebenden zu erschießen. Erschüttert sehen wir zu, in dem Glauben, es war ein Gnadenschuss. Leider weit gefehlt, sie richtet ihre Waffe gleich auf den nächsten Überlebenden, der körperlich unversehrt ist. Petrov und Ajit schreien und wollen sie zur Vernunft bringen, Petrov knallt ihr sogar eine. Alina schiebt ihn kaltherzig zur Seite und schlachtet weiter die Überlebenden ab.

Wir beschließen, uns für einen Moment aufzuteilen. Die Rebellen sichern den Aufzug, unsere Leute wollen noch die Waffen- und Tesla Labore untersuchen. Im Tesla Labor schnappt sich Alina den Wissenschaftsleiter und versucht mit vorgehaltener Waffe zu erfahren, wo der Kristall ist. Diese Information erhält sie ohne Zögern: Juri hat ihn mitgenommen. Aus reiner Boshaftigkeit muss sie ihn jedoch trotzdem noch foltern und anschließend erschießen, ohne dabei weitere Erkenntnisse erlangt zu haben. Ajit kann sich das nicht länger ansehen, schimpft sie ein Monster und verlässt den Raum. Michiru lädt inzwischen eine große Menge Daten von einem Computer in der Tesla-Kammer herunter. Nachdem alle Wissenschaftler vor Alina geflohen sind, macht sie sich auf zum Waffenlabor, Petrov eilt ihr nach, während Michiru alleine zurück bleibt.

Im Waffenlabor befinden sich die Kampfmechs. Alina fuchtelt immer noch in Unterwäsche mit ihrer Pistole vor jeder Nase, die sie finden kann. Sie befielt einem der total verdutzten Techniker, einen der Mechs startklar zu machen. Der hat beim Starren auf ihre Weiblichkeit wohl die Pistole gar nicht bemerkt, begreift aber den Ernst der Lage, als der noch warme Schalldämpfer auf seine Stirn tippt und Alina ihn anschreit. Ihr wird ein Mech geöffnet und Petrov schnappt sich inzwischen eine extra dicke Wumme mit Kaliber extra-fett und einen kraftgestützten Kampfanzug. Alina manövriert den Mech ungeschickt direkt gegen die nächste Wand und muss sich in ihrer schieren nacktheit auch noch undamenhaft aus dem gestürzten Mech herausschälen. Der Frau ist einfach nichts peinlich und sie möchte einen zweiten Mech haben! Beim zweiten Versuch hat sie den Dreh wohl raus und stapft in fast gerader Linie aus dem Raum und den Gang entlang.

Ajit ist bereits mit den Rebellen auf dem Weg nach oben. Der Aufzug rast durch viele hundert Meter Gestein. Im Erdgeschoss kommen sie zuerst im Rechenzentrum an. Alles ist kurz und klein geschlagen, geschossen und gebrannt. Hier ist kein Computer mehr unbeschädigt. Ajit und Cpt. Thajev pressen sich an die Wand und spähen voraus. Türen sind aufgesprengt, der erste Gang ist leer. Nach dem Gang liegt das langgezogene Hangar vor ihnen. Im Hangar steht nur ein einziges Schiff. Mit obsidianfarbener Oberfläche und seiner sitzen dreieckigen Form sieht das Raumschiff sehr ungewöhnlich aus. Davor stehen zahlreiche Wachen mit Speeren vor dem Eingang des Raumschiffs Spalier. Sie sind gekleidet, wie der Riese von vorhin, jedoch in menschlicher Größe. Juri wird gerade auf das Schiff gebracht. Er ist ein Gefangener der Helix! Er wollte Ajit noch etwas sagen, als er an Bord geschleift wird…

Michiru ist im Rechenzentrum angekommen. Auf Bitte von Ajit sucht sie noch nach einer Möglichkeit, einen Computer hier zum Laufen zu bringen, aber sie sieht dabei schwarz. Wo bleiben Alina und Petrov?

Alina stapft mit ihrem Mech den Gang entlang. Volle Geschwindigkeit versteht sich! Mit einer Art Bremsweg hat die Dame in einem Kampfmech wohl nicht gerechnet? Mit massiver Kraft rauscht der Mech in die Fahrstuhltür. Jetzt sind wohl weder Fahrstuhl, noch Kampfmech zu etwas zu gebrauchen. Alina muss sich wieder aus einem verkeilten Cockpit befreien. Es gibt hier tatsächlich ein Treppenhaus. (!!) Petrov blickt stöhnend nach oben, sieht kein Ende und ist bereits außer Puste, wenn er daran denkt, diesen Anzug zu Fuß da hoch zu bringen. Weit kommt er nicht bei dem Versuch. Die breiten Beine passen kaum auf die Stufen. Er stolpert und fällt einige Meter wieder nach unten. Dabei landet ihr zu allem Überfluss auch noch auf seinem neuen Gewehr… Das Funkgerät knackt: “Ajit hier, Petrov, wo bleibt ihr denn?” Der gerade gestürzte Russe antwortet mit wütendem Brüllen aus voller Kehle. Und gibt auch auf die darauf folgenden Funksprüche nur wenig hilfreiche Beschimpfungen und lautstarke Flüche von sich.

Fast eine Stunde nach Michiru, kommen endlich auch die Fußgänger an. Das Obsidian-Raumschiff ist inzwischen weg. In der Luft muss eine sehr große Schlacht stattgefunden haben. Flugzeugtrümmer überall und eindeutige Zeichen von Bombardierung. Die Militärbasis liegt komplett in Schutt und Asche. Wir rufen die Brushba und tatsächlich schafft es Pankrati, in einem Stück zu landen! Er berichtet von der großen Luftschlacht. Er selbst wurde auch von 2 dieser fremden Flieger angegriffen. Im Orbit sei ein riesiges Raumschiff, ähnlicher Art, dass sich gerade davon macht.

Wir werden von Major Ivanov verabschiedet und er versichert uns die Dankbarkeit seiner Leute. Ohne lange Abschiedsparty fliegen wir mit der Brushba los ins Weltenall.

Comments

‘…als die säure seine schenkel eroberte…’ herrlich! Zwei enthusiastische daumen nach oben!

Sturmspitze Troika
 

Genial geschrieben Jonas ! Aber muss es immer unter die Gürtellinie gehen ?

Sturmspitze Troika
Mjoellnir

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