Beyond The Stars

Back on Track
Wieder im All

Die Kämpfe beginnen.
Wir schlagen uns zuerst sehr gut, Alina gewinnt ihren Kampf glamourös, ich habe etwas mehr Mühe im KAmpf der Geister gegen einen Mann mit einem antiken Schreibgerät das sich ursprünglich an einem Vogel befand. Petrov macht sich wieder zur Legende als er den kleinwüchsigen Kämpfer und seinen riesigen tollwütigen Löwen scheinbar leicht besiegt. Dass es so gut läuft für uns hatte selbst ich nicht ausgerechnet und die Gewinne unserer Wetten sind höchst erfreulich. Natürlich gehen sie ans Haus der Tränen. Natürlich gehe ich davon aus, dass Alina etwas für uns abzwackt.
Als der Kampf Onga Kush der Schlachter gegen Varus den Medicus ausgerufen wird wünschen wir Varus Glück gegen den mächtigen Gegner, aber jeder glaubt insgeheim, dass die Überlegenheit seiner Helix-Gene ihn unbesiegbar macht. Nur mit Lederschurz bekleidet und eingeölt sieht er immerhin aus wie die Statuen in Vulcanus Labyrinth… doch schneller als man ihm bei seiner Größe zugetraut hätte schwingt der Schlachter Onga Kush sein riesiges Beil – und spaltet unseren Medicus mit einem gewaltigen Hieb.
Die Reaktionen sind interessant: Petrov schreit und flucht (ich habe aber das Gefühl er trauert mehr um den neuen Penis, den Varus ihm generieren wollte), Ajit steht unter Schock und ist bleich und still, Alina scheint mehr übberrascht als betroffen, auch wenn sie die sozial erforderlichen “oh nein schade schade” Geräusche macht…
Man bringt uns Varus geschundenen Leichnam und Ajit nimmt das Helix Amulett an sich, um es Varus Hinterbliebenen zu überbringen. Das führt zu einer Diskussion in der uns klar wird, wie wenig wir über unseren toten Kollegen und seine Kultur wissen: sollten wir seinen Körper verbrennen, ins All pusten, vergraben, mumifizieren? Was sind die richtigen Riten, wem sollen wir sein Amulett bringen, wo lebt seine Familie? Haben Helix überhaupt “Familie”?

Es folgt ein Kampf Ajit gegen Ehir den Wind vom Haus des Schweisses. Ich mache mir Sorgen und verschiesse einen Giftpfeil, der sich aber als überflüssig herausstellt weil Ajit diesen Vogel mit einem gutgezielten Schuss vom Himmel holt. Oi verliert gegen Nimod Narbenkopf, unsere gekauften Mitstreiter gehen allesamt unter. Selbst Tasha die Schweinewürgerin wird passenderweise von Marik dem würger erwürgt. Am Ende der Tarierungskämpfe stehen wir als Sieger da und unser Wettgewinn beträgt stolze 8000 (!) Schekel. Ajit lässt unseren Gaius Aurelius Varus so luftdicht verpacken wie es der unterentwickelten Technik möglich ist (selbst mit Küchenfolie aus der Amrita hätte ich das besser hingekriegt…) Wir müssen noch die Spuren unserer illegalen Wetten beseitigen.
Petrov und Alina verfolgen Yasim die Ratte, unseren Mittelsmann. Ihre Diskretion lässt zu Wünschen übrig, wer weiß warum Alina erst ein Messer wirft, und dann einen Giftpfeil verschießt… so gibt es in der Seitengasse etwas Aufruhr und Geschrei aber Yasim stirbt bevor er reden kann und wir machen uns unbemerkt davon. Im Haus der Tränen erwartet und seine Badewanne und ein Festmahl, aber die Stimmung bleibt gedrückt. Als uns die große Cassandra samt ihrer Leibgarde besucht und eine ehrenvolle Bestattung für Varus verspricht kann endlich auch Ajit wieder lächeln. Außerdem empfiehlt sie uns im Labyrinth zu anderen Mitteln zu greifen – also nicht zu schummeln. Es hat wohl noch nie jemand überlebt dort Gift verwendet zu haben, der Hauch ist erbarmungslos.

Am nächsten Morgen werden wir früh geweckt, packen unsere karge Habe und werden in einem feierlichen Umzug durchs ganze Viertel bis zu den Toren des Labyrinths geführt. Jedes Viertel hat sein eigenes Tor, weshalb wir nicht wissen wann wir auf die Kämpfer der anderen Häuser treffen werden. Das Labyrinth selbst ist eine Totenstadt, sieht aus wie der Rest dieser Siedlung nur ohne jede Spur von Leben. Keine Menschen, keine Tiere, keine Farben, Geräusche, nichts. Wir arbeiten usn vorsichtig vor und schon bald kommen wir an einer Kreuzung an, die nicht anders aussieht als viele zuvor. Aber hier hört Petrov Schritte und gibt Anweisung sich in den Gebäuden zu verstecken. Ajit und ich als Schützen suchen uns eine erhöhte Position auf einer Balkontreppe. Alina hört wieder nur die Hälfte und sucht Deckung hinter einem Wagen, während Wagner so offensichtlich auf eine Tür zurennt, dass die Trupps vom Haus der Schweisses und Blutes, die aus 2 Richtungen auf die Kreuzung zukommen ihn sofort entdecken. Lonegar der Ausweider zielt aufreizend langsam und durchbohrt Wagners Oberarm mit einem perfekten Schuss. Wie eine Katze, die mit der Beute spielen will, wie leichtsinnig. Zum Glück für Wagner sehen sich die beiden Trups nun und verwickeln sich in Nahkämpfe.
Das gibt Wagner Zeit um in die Strasse wegzulaufen, in der wir uns versteckt halten. So lockt er 2 Kämpfer des Blutes in unseren Hinterhalt. Ich nutze mein Gewicht, springe vom 1. Stock auf Urok Schädelknack und zermalme ihn. Ajit wird mit dem Bogen immer besser, er erschießtt Knax aus der sicheren Deckung heraus.

Alina erstaunt uns alle, als sie aus ihrer Deckung heraus auf Onga Kush zu sprintet und ihn ohrfeigt. Gerade als ich denke, die hat ihr Todesurteil geschrieben, ruft sie: “Er wagt es Gift mit ins Labyrinth zu nehmen!” und tatsächlich rinnt Onga Kush eine grüne Substanz die Wange herab. Er kann gerade noch erstaunt gucken, da erlaben wir “den Hauch” als sirrendes Sägeblatt, das von den Dächern auf ihn zu fliegt und ihn enthauptet. So hat Alina unseren Medicus gerächt. Leider steht sie nun allein in vor einer Traube aus Kämpfern, der mit den Ketten prügelt brutal auf sie ein und zerfetzt ihr den rechten Nippel… sie hätte vielleicht etwas wählen sollen, das mehr Schutz bietet als seidene Bauchtanzkleidung.
Racheengel Ajit rettet sie mit einem Kopfschuss vor dem Kettenkämpfer.
Petrov hatte sich in einem Töpferladen direkt an der Ecke versteckt, in den jetzt der verletze Lonegal rückwärts hineintaumelt um Schutz vor dem Scharmützel zu suchen. Ihn von hinten zu erschlagen ist fast schon zu leicht.

Der Kampf ist vorüber und im Gegensatz zu den anderen stehen wir alle noch. Im Hochgefühl der Überlebenden betreten wir den Mittelpunkt des Labyrinths, den Tempel der Regularia durch einen hohen, imposanten Torbogen mit 2 riesigen Feuerschalen zu seinen Seiten. Dazu müssen wir einen schimmernden Schleier aus Licht durchschreiten, ein Hologramm und das erste Stückchen Elektronik das ich hier sehe. Oh tut der Anblick gut, ich könnte die Marine-hymne singen vor Glück! Hinter dem Hologramm befindet sich ein Orbitallift und wir sind endlich runter von diesem staubigen Drecksplaneten! Mit diesem Gedanken gibt es plötzlich einen Blitz und Pankrati entschlüpft meiner Festplatte und steht nackt und winzig mit uns im Lift. Ich kann dem Affekt nicht widerstehen und ohrfeige ihn kräftig. Zum Glück wird mein Vater von solchen Ausbrüchen nie erfahren .
Aber was schleicht sich dieser Virus von einem Mensch auch in mein System ein! Fraglich ob der überhaupt ein Mensch ist! Vater wird sich dafür sicher interessieren…
Zumindest Ajit ist überglücklich seinen verloren geglaubten “Bruder” wieder zu haben.

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die glorreichen Gladiatoren der Tränen

Welche Kämpfer werden für das Haus der Tränen in die Tarrierungskämpfe gehen? Die Ehre der Entscheidung liegt bei uns. Mishiru scheint sehr zuversichtlich zu sein, über die Kämpfe in den Orbit zu gelangen. Ajit und Bartholomäus führen ein längeres Streitgespräch. Ajit sieht auf jeden Fall ein viel zu großes Risiko von Verlusten wenn darauf hingearbeitet wird, alle 5 Endkampfteilnehmer des Hauses zu stellen. Bartholomäus sprach davon, dass er sehr gerne an der Seite von Ajit kämpfen würde und ihm vertraut. Mishiru versucht Ajit ein schlechtes Gewissen zu machen, da er nicht für seine Mutter und ihre Kinder da sein kann. Alina verlangt von Ajit, dass er sich darum kümmert, dass alle den Planeten verlassen können. Aller Einflüsse zum Trotz bleibt Ajit stur. Pankrati halten alle für zu schwach, um die Kämpfe überleben zu können und Ajit lässt ihn nicht zurück. Der kleine Mann beteuert, dass er es schaffen kann und pralt irrational herum. Er vermutet, dass er auf einer Art „Elektro-Entzug“ ist. Mishiru bietet an, er könne sich ja „mal einstöpseln“. In seinem Delirium fasst Pankrati das etwas extrem auf. Er packt sich ein Messer und rammt es in Mishirus Unterarm. Einen Augenblick später ist Pankrati verschwunden und nur ein kleiner Schwall Rauch steigt aus Mishirus Arm auf. Sie scheint nach diesem Eindringen noch sie selbst zu sein, aber ihre Aussprache hat sich komplett gewandelt. Ihr Wortschatz und Akzent sind genau die von Pankrati. Ihr scheint es trotz allem gut zu gehen. Demnach ist Ajit schnell daran interessiert, also doch als Kämpfer eingesetzt zu werden. Fatima arrangiert, dass unser Budget uns übergeben wird. Alina nimmt etwas Gold an sich, um die restlichen 10 Kämpfer mit Ausrüstung zu kaufen und noch ein paar Fäden im Hintergrund zu ziehen.

Am nächsten Morgen machen sich Mishikrati, Alina, Petrov, Bartolomäus und Ajit auf, um den Waffenmeister der Tränen aufzusuchen. Mit einem kleinen Teil des Goldes können wir uns verschiedene Ausrüstungen aneignen. Um für unsere Zwecke passende Kämpfer zu finden treffen wir Raskal, er kennt Yasim die Ratte. Er führt uns in den Stadtteil der Morgenröte in den tropfenden Weinschlauch. Gegen großzügige Entlohnung zeigt man uns Yasim. Bartholomäus schlägt ihm ein Geschäft vor. Für 5 % Gewinnbeteiligung verlangen wir, dass Yasmin unser Geld exakt so in die Wetten einsetzt, wie wir es verlangen. Der Ursprung der Wetten muss geheim bleiben. Yasmin ist begeistert und war fasziniert, dass wir an den Kämpfen für das Haus der Tränen teilnehmen. Über die anderen Kämpfer konnte er uns ein paar grobe Informationen geben.
An den Kämpfen werden laut Yasmin teilnehmen:

Haus des Blutes
Lonegal der Ausweider (Jagdmesser und Bogen)
Urok Schädelknack (Faust)
Nimott Narbenkopf (Ketten)
Aigal der Schöne (unbekannt)
Nodan vom Felsen (Steine)
Nifansahul (Drahtseil)
Olaf der Schläfer (Hammer)
Unkahul das Ungeheuer (eiserner Kiefer)
Knacks (Faust)

Haus des Schweißes
Marik der Würger (Tuch)
Ongar Kusch (diverse Waffen)
Ufasar der Löwe (Katze)
Oi (unbekannt)
Leandar Levitikus Lachais (Faust)
E’ir der Wind (Faust)
Isok von den langen Messern (Messer)
Anagar der Axtkämpfer (Axt)
Numak Fachun (Faust)
Nakalschar die Üppige (Faust)

Wir machen uns daran, den Stadtteil des Schweißes zu besuchen. In der sogenannten Fleischerei wird in irrsinnigen Massen und widerwärtigen Bedingungen geschlachtet. Ein widerwärtiges riesiges Monster, das hier gerade dabei ist, zu schlachten. Er ist einer der Kämpfer dieses Hauses. Alina verhandelt mit diesem Monster um einen hervorragenden Kämpfer. Nachdem wir selbst eine miese Figur abgegeben haben und Alina insbesondere Petrov komplett lächerlich gemacht hat, kaufen wir eine beeindruckende Kämpferin für sehr viel Gold. Ihr Name lautet Yatasha Nar.

Wir reisen in den nächsten Stadtteil und drücken uns durch vollgestopfte Straßen. Dieben fallen wir natürlich sofort auf. Bartolomäus trifft es sehr hart denn ihm wird ein unbezahlbarer Adelsdolch gestohlen. Wir gelangen zur roten Kaserne im Stadtteil des Blutes. Hier kaufen wir Schucksch, der auch einen ordentlichen Preis ausmachte.

Nächste Station ist der derbe Sklavenmarkt. Hier füllen wir den Bedarf mit günstiger bildungsferner Ware auf.

Zurück im Stadtteil der Tränen besuchen wir den Alchemisten. Wir bestellen verschiedene Gifte und “Sternpulver“ auf Rechnung des Waffenmeisters.

Wir richten unsere gekauften Sklaven bunt und beeindruckend her und sorgen für Waffen mit besonderen optischen Vorzügen.

Bei Yasim erfahren wir kurz darauf, dass die ganze Stadt uns für Engel hält mit magischen Kräften. Die Wettquoten bewegen sich ein bisschen in die falsche Richtung.

Vor Eröffnung der Kämpfe fahren die 30 Teilnehmer in einer pompösen Parade durch die Stadt. Als Krönung der Parade darf jeder Kämpfer einen (oder mehr) todgeweihten Sklaven mit seiner favorisierten Waffe hinrichten und die Menge beeindrucken. Der irrwitzige Ruf als Engel, den wir uns eingefangen haben lässt uns ungewollt zu Lieblingen des Publikums werden. Der Aplaus ist groß.

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Viva la Revolution
Als Spielball des versklavenden Pöbels

Wir befinden uns in einer Zwickmühle. Als Michiru, Ajid und Gaius von den Verhandlungen mit Gestoh-Len zurückkehren scheinen sie plötzlich Gewissensbisse zu haben, diesen für ihre Pläne über die Klinge springen zu lassen. Er stellte sich wohl als Gutmensch heraus, der verwitwete Frauen und verwaiste Kinder aufnimmt, um sie vor den Klauen Einars zu retten. Leider wurden meine Kameraden bei ihrem Trip zu den Räubern von Einars Leuten bespitzelt und somit weiß dieser nun auch wo das Versteck ist. Im Morgengrauen wollen sie sich mit uns aufmachen um den Banditen endgültig den Rest zu geben. Damit hätten wir ein Stein im Brette Einars und er müsste letztlich seine Dungos an das Haus der Tränen verkaufen, was ja unser erklärtes Ziel ist. Doch vor allem Ajid und Michiru sprechen sich vehement dagegen aus, Gestoh-Len so kaltblütig zu hintergehen und den Tyrannen Einar zu unterstützen. Wir diskutieren bis spät in den Abend, wie wir diese Tragödie noch zu einem guten Ende bringen können. Nach einer Weile formt sich dann auch eine Idee. Wie wäre es, wenn wir anstatt Gestoh-Len – Einar hintergehen, indem wir Gestoh von den baldigen Angriff erzählen und ihm so die Möglichkeit bieten, sich darauf vorzubereiten. Wenn die Falle zuschnappt würden wir Einar zusätzlich am Entkommen hindern und ihm in den Rücken fallen. Wenn Einar durch die Hand Gestoh´s fallen würde, wäre dieser nach dem hier geltenden Recht dessen rechtmäßiger Nachfolger. Er wäre uns und damit dem Haus der Tränen etwas schuldig und müsste ebenfalls den Handel mit unserem Haus priorisieren. Gesagt – getan. Ich mache mich gleich darauf mit Ajid zusammen auf den Weg zu den Banditen.

Nach einigen Stunden sind wir am Ziel und ich stehe Gestoh-Len Auge in Auge gegenüber. Ich erzähl ihm von Anfang an die Wahrheit, dass Einar sein Versteck nun kennt, was unsere Beweggründe sind und wie unser Plan lautet, ihn zum neuen Häuptling zu machen. Er wirft mir zunächst Verrat vor, da Einar dank uns nun seine Position kennt, aber ich kann ihn doch noch davon überzeugen, dass wir ALLES für ihn riskieren, nur weil wir denken, dass er der bessere Mensch und Häuptling als Einar ist. Er ringt mir sogar noch die Tatsache ab das er nach dieser Unternehmung uns gegenüber in einer Blutschuld stehen würde. Wer hatte nochmal behauptet dieser ehrlose, dreiste und engstirnige Tölpel sei gebildet??? Pha!!!

Gestoh möchte Einar auf dem Weg zum Banditenlager durch die bergauf führende enge Schlucht mit Wassermassen aus dem gesprengten Damm den Garaus machen. Als Vorwarnung sollen uns drei Vogelrufe dienen, damit wir uns noch rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Nachdem wir den Angriffsplan taktisch durchgegangen sind, machen Ajid und ich uns wieder auf den Rückweg, um noch rechtzeitig zum Morgengrauen zurück zu sein und kein Verdacht bei Einar zu wecken.

Kurz nachdem wir zurück sind machen sich Einar und seine Männer schon bereit für den Angriff. Uns erwartet beim Losreiten jedoch noch eine sehr unangenehme Überraschung. neben uns, Einar und seine Männer haben sich auch noch eine Mätresse vom Beuger und der Herr vom See dem Trupp angeschlossen. Den beiden wünschen wir natürlich nichts Böses jedoch könnte es sich bei der Flucht vor den Wassermassen als schwer erweisen, diese zu retten. In der Schlucht zum Banditenlager versuche ich die Mätresse noch vorzuwarnen, ohne ihr von unserem Plan zu erzählen, denn dann wäre sie vielleicht in Panik ausgebrochen.

Dann plötzlich ertönen die drei Vogelrufe und meine Kameraden und ich sehen uns gegenseitig entschlossen an. Doch noch etwas geschieht, von dem wir keine Ahnung hatten. Einige von Einars Männer beginnen sich gegenseitig anzugreifen und zu Töten und der Herr vom See geht auf Einar los. Total verwirrt stellen wir uns auf die Seite vom Herrn des Sees und ich versuche ihn im Kampf gegen Einar zu unterstützen. Dann ertönt jedoch der donnernde Knall vom Damm und die Wassermassen machen sich mit lautem Getöse auf den Weg, uns alle in Form einer feuchten Hölle zu verschlingen. Es bleiben nur wenige Sekunden für die Flucht in Sicherheit indem wir die seitlichen Wände der Schlucht hinaufklettern. Auf dem Weg zum Rand packe ich noch die Mätresse auf meine Schultern und mache mich hastig an den Aufstieg. Die gigantische Welle erreicht uns und fegt alle Männer von Einar und dem Herrn des Sees hinweg. Meine Kameraden haben es scheinbar mit Gottes Hilfe alle geschafft den Fluten zu entkommen. Aber auch Einar und Der Herr des Sees sind der Welle entgangen und kämpfen auf einem höher gelegenen Plateau weiter gegeneinander. Dann passiert wieder etwas Unerwartetes. Der Herr des Sees überwältigt Einar, doch anstatt den Todesstoß auszuführen, gibt er sein Messer an den neben ihm auftauchenden Gestoh weiter, der es schließlich zu Ende bringt. Komplett perplex im Angesicht dieser wirren Geschehnisse, reagiere ich nicht schnell genug als Gestoh auf mich zukommt und sein Messer in der Kehle der Mätresse versenkt, die noch immer über meine Schulter geworfen ist. Wütend schaue ich ihm in die Augen und verlange Stumm nach einer Erklärung dieses Zirkusses. Der Herr des Sees erklärt uns dann, das Gestoh sein Sohn sei und er unsere Finte um einige Kleinigkeiten erweitert hatte. Die Mätresse musste sterben, da diese als Zeuge gegen den Herrn und Gestoh zu gefährlich gewesen wäre. Uns jedoch will er am Leben lassen, unter der Bedingung, dass wir Yktan dem Beuger nicht berichten, das Gestoh der Sohn des Herrn des Sees ist. Gestoh wird darüber hinaus mit dem Haus der Tränen in Verhandlung über die Dungos gehen. Das alles war also nur ein Plan, um dem Haus der Tränen gegenüber eine bessere Verhandlungsposition zu haben.

Als wir Yktan dem Beuger gegenüberstehen und ihm von den Geschehnissen erzählen (außer von ein paar Kleinigkeiten) ist er letztlich doch zufrieden mit uns, da der Dungohandel nun ermöglicht wurde. Er schickt uns mit einer Karawane nach Eritrea, damit wir im Namen des Hauses der Tränen an dem dort stattfindenden Turnier der Wirrungen teilnehmen können. Dabei handelt es sich um einen Wettkampf zwischen den verschiedenen Adelshäusern Eritreas in dem die Teilnehmer bis zum Tod gegeneinander antreten.

Nach einer langen und beschwerlichen Reise erreichen wir schließlich Eritrea, das sich als gigantischer Schmelztiegel für menschlichen treiben herausstellt. Die Stadt hat die Form einer rieseigen roten Säule, die ebenso weit in den Himmel reicht, wie sie sich in den Boden frisst. In den Gassen ist es laut, heiß und dreckig und wir werden von allen Seiten begafft wie Vieh. Wenn ich doch nur meinen Status hier gültig machen könnte, dann wäre mir dieser ganze Schmutz erspart geblieben.

Als wir im Heiligtum des Hauses der Tränen ankommen, werden wir Casandra dem Familienoberhaupt vorgestellt. Sie erklärt uns unsere Rolle im Turnier der Wirrungen. Wir sollen zunächst in den „Tarrierungskämpfen“ in welchen es darum geht die Wettquoten für die Streiter der Häuser zu ermitteln möglichst viel Gewinn für das Haus der Tränen bei den Wetten erwirtschaften. Da es dem Haus jedoch verboten ist Wetten für die Tarrierungskämpfe und das Turnier selbst zu platzieren, müssen wir über einen Mittelsmann (Yasim die Ratte) agieren, der am Ende umgebracht werden muss, weil er zu viel weiß. Jedes Haus stellt circa 30 Kandidaten für die Tarrierungskämpfe und die verbleibenden 5-10 werden dann zu den Champions für das Turnier. Um den Gewinn für das Haus der Tränen zu maximieren (und selbst zu überleben) müssen wir also unsere Quote in den Tarrierungskämpfen stark reduzieren und gegen uns Wetten. Dafür müssen wir die restlichen Kandidaten für das Haus der Tränen so wählen, das sie sämtliche Kämpfe verlieren, denn freiwillig wird wohl keiner in den Tod gehen. Nur meine Kameraden und ich dürfen die Tarrierungskämpfe knapp gewinnen und gegen möglichst schwache Gegner antreten, damit die Quote trotzdem relativ niedrig bleibt. Im Turnier selbst Wetten wir dann auf uns und hoffen das wir gewinnen, andernfalls haben wir eh ein schwerwiegendes Problem. Wir würden als namenlose Verlierer vor Gott treten.

Sollte der Plan so aufgehen hätten wir vielleicht endlich die Möglichkeit vor Bischof Allistair zu treten und ich könnte endlich meine heilige Queste abschließen und endlich in meinen Stand zurückkehren. Außerdem könnte ich meinen Kameraden helfen einen Blick in das Heilige Buch zu erhaschen, um eine Teil meiner Ehrenschuld zu begleichen.

So viel Ungewissheit liegt vor uns und unser Schicksal liegt einmal mehr in den Händen der einzig wahren Gottheit. Da beruhigt es mich fast, wenigstens zu wissen, dass uns die nächsten Tage viel Blut und Schweiß im Sande der hiesigen Arenen abverlangen werden.

Kapitel VII Psalm 586 aus den Memoiren von Bartholomäus von Wagner

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Der Wadi in den Bergen !
Auf Dungos lässt sich reiten

Pankrati ist nach dem ausbrennen seiner Wunder immer noch schwer fiebrig jedoch schickt Ashid den herbeigerufenen Quasi (einen Heiler) wieder weg, da er dessen altmodischen Behandlungsmethoden nicht versteht. Weil Mishiro daraufhin unserer Sklavin ein Stück vom Gewand abreißt, zwecks eines Verbandes muss diese wohl sterben. Naja wenigstens ist der kleine notgeile Pankrati voll bedient als er von der nun nackten Sklavin mittel deren ehemaligen Kleidern verbunden wird.

„Der Herr des Sees“ allerdings scheint nicht allzu begeistert zu sein, dass der kompetenteste Heiler des Dorfes Quasi davongejagt wurde.

Zum essen sind wir an diesem Abend bei Rein (Bruder von Einer, dem Häuptling von Sahil), der uns an das Haus der Tränen verkauft hat.
Dabei erläutert er uns, dass das Essen vergiftet war und ist aber gleichzeitig, das Gegenmittel enthält, so dass es nicht tödlich ist, wenn man jeden Tag davon essen kann. Aber wenn man 3 Tage nichts davon bekommt es sehr wohl tödlich wirken kann.
Um weiterleben zu dürfen sollen wir zu Morgana (Bordellbesitzerin der Karawanserei) gehen, uns dort mit den Räubern treffen. Dafür erhalten wir Schäkel in Gold, Silber und Kupfer.

Roal meine Lieblingssklavin begleitet uns in die Fatma, die ein Zelt im arabischen Stil ist und durch 2 Wachen mit Schwertern bewacht wird. Im inneren wird derweil schon ein Dungo über offenem Feuer gebraten, die Shisha herumgereicht und allerhand Gewürzwein auf Sitzkissen oder am Boden liegend zu sich genommen.

Roal erkennt dann zwei Männer, die zu der gesuchten Räuberbande gehören. Jack und Atta erzählt sie wurden enteignet und wurden so zu Unfreien aber der große Geshto mit seinem Herz für Witwen und Weisen habe sich der beiden angenommen. Bevor wir wissen wie wir die beiden am besten ansprechen erkunden wir noch schnell die Umgebung. Roal gibt mir im Separee noch kurz einen Lapdance wobei Sie mich nach ein Paar Minuten für Schwul hält. Danach lege ich mich neben die beiden Räuber, die sich gerade massieren lassen, und genieße dabei selbst eine herrliche Massage von Roal. Ashid lässt sich auf der anderen Seite ebenfalls nieder wobei er von Alina durchgeknetet wird. Alina kann es wieder mal nicht lassen und macht sich durch lautes Common bemerkbar. Wir wechseln ein paar Worte mit den Räubern wobei sich bald herausstellt, dass die beiden das Bordell berauben wollen. Wenn wir dabei helfen dann würden sie uns zum Lager der Räuber führen. Unsere Profiunterhändlerin Alina scheitert wieder einmal kläglich mit Ihren Verhandlungsversuchen woraufhin die Gestörte, aber sehr Grazile, einen der Beiden mit einem Messer angreift. Zum Glück kann Roal die Situation gerade noch entspannen. Der Plan der beiden scheint mir völlig unausgegoren, zu dilletantisch und würde auch viel zu viel Aufmerksamkeit auf uns lenken, was wir in unserer derzeitigen Situation überhaupt nicht gebrauchen können. Ich kann die beiden davon überzeugen die Kasse, Kasse sein zu lassen und bezahle die beiden mittels 12 Schäkeln aus.

Die beiden stehen zu Ihrem Wort und wir reiten in Richtung des Räuberlagers mittels geliehener Dungos. Das Lager ist ein Wadi inmitten einer Bergkette. Die letzten Meter zu eben dieser Zeltstadt werden wir von 10 Reitern mit Gewehren und Krummsäbeln begleitet. Beim betreten der Zeltstadt begrüßt uns eine junger Mann (ca. 35 J.) gewandet mit einem schweren roten Kaftan und dazu passendem Turban. Er bittet uns einzutreten in das Zelt das augenscheinlich ein Lazarett ist. Dort liegen Männer, Frauen und Kinder. Wir bieten sofort unsere Hilfe bei der Heilung der Patienten an jedoch scheint auf diesem Planeten der Aberglaube noch die vorherrschende Religion zu sein, jedenfalls können diese Leute mit unseren fortschrittlichen Methoden überhaupt nichts anfangen. Verbrennt die Hexe, tötet sie und Jagd sie anschließend davon, in diesem Tenor waren die Reaktionen auf Mishiros plötzliche Gestaltwandlung mittels der Sie eigentlich die Fortschrittlichkeit unserer Technologien beweisen wollte. Im folgenden Gespräch stellt sich heraus, dass Gaius von einem Steinbrocken im All abstammt und an Jupiter glaubt. Alinas zuhause ist ein Wasserplanet und ihre Gebete richten sich an Aquarius. Barto verehrt natürlich den einzig wahren Gott. Aber alle folgenden Versuche die Räuber davon zu überzeugen, uns zu helfen, scheitern endgültig und wir sind froh überhaupt unverletzt davon reiten zu dürfen.

Wieder zuhause werden wir nochmal zu „Jictam dem Beuger“ geladen der uns noch einmal, mit Nachdruck, an unseren Auftrag, erinnert. Den Aufenthaltsort der Räuber verheimlichen wir. Bevor unsere Gruppe wieder hinaus gebeten wird erhalten wir ein Paket, dass wir mit grüßen von Fortuna, Einer übergeben sollen.
Das Haus vom See hat den Deal geändert und so sollen wir nun Einers Männer zum Wadi der Räuber führen und helfen diese zu vernichten. Der Inhalt des Paketes war ein falsches Halstuch von Geshto welches der „ Herr des Sees“ für Einer verpackt hat.

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Rückkehr in die Steinzeit
Sand in der Arschfurche

Irgendwann kam ich wieder zu mir. Wir waren tatsächlich abgestürzt. Ich hatte Kopfschmerzen wie es nicht mal der billigste Fusel Neu-Moskaus geschafft hatte. Doch trotz heftigen Nasenblutens war ich bei einem wenig Restverstand. Ajid ging es nicht so gut. Er war schwer am Kopf verletzt und nicht bei Verstand. Wir kamen auf die Idee ihn in seinen Multifunktionsanzug zu packen der ihn began zu heilen.

Petrov selber hat bei dem Absturz wohl was auf den Kopf bekommen. Die anderen bemerkten nicht was für eine hohle Frucht er eigentlich ist. Er sah Wasser am Horizont. Was aber letztendlich am Horizont war, waren Reiter die uns entgegen kamen. Prima. Jeder verstecke sich so gut er konnte und wir bereiteten einen Hinterhalt vor. Natürlich waren die Typen Feindselig. Ein Gesprächsversuch unseres Gottesmannes wurde mit einem Schlag auf seinen Hinterkopf beendet. Armer Bartholomäus von Wagner. Dann ging das los mit der wilden Ballerei. Ach ja, erwähnte ich das unsere Waffen nicht funktionierten wenn sie mit irgend einer Art von Technik die elektronisch war lief? Also war meine Laserpistole so nutzlos wie Petrovs Hirrn. Die Typen wurden jedoch recht schnell von uns niedergemacht. Ein guter Kampf.

Es waren wohl 10 bevor es losging, sie ritten auf eine Art Wollnashorn und waren zum Schutz vor der Hitze, erwähnte ich bereits die sengende Hitze, in wallende Gewänder gekleidet und hatten so affige Turbane auf die mich an die Dinger von Ajid erinnerten. Furchtbar. Sie schossen mit Musketen wie ich sie nur im Museum bewundern konnte damals….und sie hatten Krumsäbel dabei. Am Ende hatten wir einen leben gelassen. Alina selber verlor einen ihrer räudigen Nippel. Das brachte sie ziemlich in Rage. Sie ist so ein primitives billiges Flittchen, ich wunder mich warum sie nicht schon lange mit Petrov vögelt. Bei den Leichen selber fanden wir die Musketen und silberne Kreuze.

Ich selber wurde verwundet, und versuchte mir die Wunde auf Rat von irgendjemandem, wer kam eigentlich auf diese Scheiß Idee, meine Wunde selber auszubrennen und wurde dabei bewußtlos. Die anderen verhören in der Zwischenzeit den Überlebenden und lernen von ihm wie man die Wollnashörner reitet. Ich suche in der Zwischenzeit das Wasser, kann es aber nicht finden. Dann kommt ein Sandsturm auf und wir werden getrennt. Das ist aber wohl nicht unser einziges Problem, denn der Überlebende bringt uns dazu Richtung Gebirge zu reiten, und zwar sehr schnell. Unser Problem ist das die dritte Sonne am aufgehen ist, und wir merken wie die Hitze unerträglich wird. Gerade so noch erreichen wir das Gebirge und die schützenden kühlenden Täler.

Hier gibt es eine Wasserstelle, an der wir jedoch vom Vater des Überlebenden und seinem Stamm von hinterwäldlerischen Bajuffen gefangen genommen werden. Wir sollen auf dem hiesigen Markt verkauft werden. Wir Männer tragen nur noch einen Lendenschurz und die Frauen einen Sack. Erinnert mich daran das wenn ich noch einmal eine Atombombe besitze ich sie genau über diesem Tal abwerfen werde. Witzigerweise wurde Petrov fast erschossen weil er keinen Penis mehr hat, und wohl als Sklave keinen Wert mehr besitzt. Er ringt dafür mit einem von den Typen und gewinnt. Das rettet ihm die Haut.

Die Wagen bringen uns nach Sahil. Dort ist der Viehmarkt Naja, und wir als Sklaven sind nichts anderes. Zum Glück kann ich auf der Fahrt Wagners Arm reparieren. Der Typ ist eigentlich ganz OK. Er ist mit neben Ajid und Mishiru ein recht angenehmer Genosse. Ich glaube wir müssen mal richtig einen heben. Sahil selber besteht aus Zelten die sie aus diesen Dungoskeletten machen. Dungos, so nennen sie die Viecher. Davon gibt es hier tausende und abertausende um diese Zeltstadt. Ach Stadt. Um dieses verunglückte Dorf von schwulen Pfadfindern.

Wir gehören nun dem Meister des Sees, das der Vater vom Überlebenden der uns mit seinem Stamm degenerierter Primaten an eben jenem See festgenommen hat. Er macht auf Höflich und Gebildet, aber ich verabscheue ihn zutiefst. Ich hasse die Skalverei, und wenn ich einmal General in der NSU bin dann werde ich persönlich ein Torpedoschiff schicken um diesen Planeten in seine Einzelteile zu zerlegen. Hier sollen wir nun von dem Affen vom See verkauft werden. Es ist grad der Dungomarkt der alle 4 Jahre stattfindet. Der Häuptling von diesem Sahil, der Affe hat auch einen Namen, Häuptling Gatnoch steht den Häusern feindlich Gegenüber. Und genau von denen sind drei Affen da um Dungos zu kaufen. Sie kommen vom Haus des Blutes, dem Haus der Tränen und dem Haus des Schweißes. Wir sollen an den Meistbietenden verkauft werden.

Zu diesem Zweck haben wir an drei Abenden eine Art Vorstellung. Ein Bankett. Die Arschlöcher der Häuser wollen mit uns reden, und uns einen Auftrag geben wenn sie uns kaufen. Alle drei Aufträge folgem dem selben Zweck, die Häuser wollen die Dungos kaufen, der Häuptling will aber nicht gerkaufen. Jeder von den Hausaffen hat einen anderen Plan wie sie das ändern wollen. Einer beschissener wie der nächste. Wir versuchen zumindest als Team aufzutreten, damit wir als Team verkauft werden. Es hilft wohl zusammen zu bleiben. Und warum mache ich die Scheiße nochmal? Warum bin ich hier? Achja, die Artefakte und wir wollen eins davon klauen, das aber eine andere Geschichte.

Loknar Rotfaust vom Haus des Blutes ist genauso ein gequirlte Scheißelaberer wie der Affe vom See. Der ist wenigstens direkt, er will das wir die Deligierten der anderen Häuser Platt machen. Als Belohnung sollen wir dann in die Schule von Abu dem Schlächter aufgenommen werden. So können wir dann vielleicht vor Alistair treten.

Ygtan der Träumer, vom Haus der Tränen sitzt im Rollstuhl und ist nicht mehr wie ein wimmerndes, opiumrauchendes, vom Schlag getroffenes Wrack. Alina hat ihm ihren Zeh ins Maul gesteckt und Wein dran runter laufen lassen. Sie ist so ekelhaft, aber dem Alten hat es gefallen. ich glaube jedoch das der nur die Maske nach vorne ist, das wahre Sagen haben die Frauen. Ihr Auftrag ist das wenn Häuptling Gatnoch in die Täler reitet von den Futschiken angegriffen werden soll. Die sind eine Art Rebellen. Das sollen natürlich wir klären damit die das machen. Und dann sollen wir den Häuptling retten. Als Gefallen soll er dann die Dungos an die verkaufen. Und wir werden dann an das Haus der Tränen verkauft.

Malesar der Lehrsame vom Haus des Schweißes hat zu dem Festmahl seine 12 fetten Töchter mitgebracht die ihn schon auf der Sänfte getragen haben. Petrov hat mit ihnen um die Wette gefressen. Ich habe mehrfach meine Kotze wieder runter schlucken müssen. Gott sei Dank hat er sich nicht (noch nicht) mit ihnen gepaart. Ach ja, geht ja nicht, keinen Pimmel mehr. Für ihn sollen wir Ainar vor einem Sandrutsch retten damit er dann als Gefallen die Dungos an das Haus des Schweißes verkauft. Mir persönlich noch die sympathischste Idee, sie kommt ohne Tote aus. Und vielleicht muss Petrov dann eines von den 12 hässlichen Schweinetöchtern heiraten und wir sind ihn für immer los. Dadurch würden wir an Bruder Faisal den Feinen kommen, der eine Schule in Äriträa betreibt. So könnten wir dann in den Tempel der Regularien eintreten.

Aber welchen Weg nehmen wir wirklich um nach Äriträa zu kommen? Das erzähle ich ein andermal. Mein Vodka ist alle und ich bin Müde…

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PRIVATE Tagebucheinträge von Alina Stojka di Badzo

Eintrag 413:

Nach meinem kleinen Zwangsaufenthalt den ich Ajid zu verdanken hatte, hätte ich mir niemals träumen lassen, dass ich jemals froh sein würde wieder auf diesem klapprigen Currybomber zu sein. Irgendwie scheint er sich gerade von seinem Interieur in ein Nipponschiff zu verwandeln, was mir an sich deutlich mehr zusagt. Ob Michiru wieder einmal mit Ajids Mutter geplaudert und ihr zu einem Tapetenwechsel geraten hat?

Irgendwie hält sich meine „Freude“ auch in Grenzen. Ich fühle mich…wie ein alter Kaugummi…überdehnt und ausgelutscht und bereit für die Tonne. War ja schon lange nicht mehr auf einem Piratenschiff und durfte deren Gesellschaft genießen. Ich hätte meinem Peiniger am liebsten ja die Kehle durchgebissen, aber dank Petrov habe ich meine wohlverdiente Rache nicht bekommen…Petrov schuldet mir was.

Gott hoffentlich trage ich keinen Balg in mir…aber dieser neue Engelsmacher auf der Devi hat mir ja etwas dagegen gegeben…nach dem ich ihn freundlich gefragt habe.
Gaius Aurelius Varro…mal sehn was er als Arzt taugt dieser Helix.

Eintrag 414:

Da ist ja auch noch dieser aufgeblasene Fleischklops Bartolomäus von Wagner.
Küsst einer Lady nicht mal die Hand wenn sie sich dazu herablässt sie einem verlausten Kreuzfahrer zu reichen. VON Wagner, dass ich nicht lache…da hatten diese elenden Helixpiraten ja fast bessere Manieren.

Michiru meint man könnte seinem Wort trauen. Aber mal ehrlich. Wir wollen eine der heiligsten Reliquien der Kreuzfahrer von Alistair stehlen und dieser Wagner sagt er wird uns dabei helfen? Wenn ich eines über Kreuzfahrer weiß, dann dass ihr Fanatismus immer an erster Stelle steht, sogar vor ihrem eigenen Leben…hirnlose Schwachköpfe.

Aber anscheinend sind diese “Ketten der Läuterung”, ohhh schon wieder eine Reliquie für die man sterben möchte, für Barti von aller größter Bedeutung. Ich habe Michiru davon überzeugen können, dass es wohl das Beste ist ein kleines Druckmittel gegen Barti zu haben, nur für alle Fälle. Und da er ja so auf diese Ketten steht (Ketten der Läuterung, schon klar, jedem seine eigene Perversion) habe ich sie mir gleich mal ausgeliehen und versteckt.
Bibel gegen Kette, hört sich doch nach einem vernünftigen Tauschgeschäft an.

Eintrag 415:

Tja, anscheinend haben die Medikamente von diesem Quacksalber doch nicht geholfen, die Testreihe auf der ich bestanden habe lieferte ein eindeutiges Ergebnis. Dieser kleine inkompetente Drecksack kann anscheinend nicht mal die Medikamentenbeschriftung lesen.
Ich habe ihm mal gezeigt was ich von seiner Arbeit halte. Ich habe ihm ein bisschen gedroht und ihm dann anschließend in seine sterile Krankenstation gekackt. „Er braut mir jetzt selbst was zusammen“, hoffentlich strengt er sich an dieser Schwachkopf sonst muss mir noch Ajid den Balg rausschneiden, war ja schließlich alles seine Schuld.

Eintrag 416:

Petrov beklagt sich andauernd über Kopfschmerzen, dabei hat doch Ajid einen mords Kater von diesem Vodkaspender. Hoffentlich geht Petrovs Sprengkapsel nicht hoch…bei „NSU-Technik“ weiß man ja nie…Pankrati redet nicht mehr mit mir, warum auch immer. Aber er meinte Petrovs Kopfschmerzen kommen von einem Sender der ihm implantiert wurde. Dieses kleine sich betrinkende NSU Balg spinnt immer mehr, mochte ihn noch nie.

Eintrag 417:

Ich konnte die Crew davon überzeugen dass wir explizit noch Ausrüstung für unsere nächste Mission brauchen. Hinzu würde ich gerne mal mit unserem Auftraggeber über einen kleinen Vorschuss plaudern, schließlich haben wir ja schon die Hälfte seiner verstaubten Artefakte.
Die nächste Niederlassung der Taina Corp. ist Kosuke Limited auf Daishi und Daishi liegt zum Glück „auf dem Weg“ nach Alistair, wenn man eine Reise quer durch die Galaxie so nennen kann.

Eintrag 418:

Tja die Angestellten von Kosuke Limited zeigten sich doch sehr erfreut über unseren Besuch. Taina San bei unserem Gespräch über Galaxycom allerdings weniger… Nach meiner kleinen Bitte doch einen kleinen Vorschuss zu erhalten, ist er regelrecht ausgetickt. Hat uns unsere Rechnung im Gorgans Inn vorgehalten. Dieser Kleine, Seidenanzug tragende Nippon hat anscheinend noch nie etwas von einem Spesenkonto gehört. Michiru wurde auf einmal ganz hektisch und hat uns alle aus dem Raum geworfen. Vermutlich war das Ganze zu „unhöflich“, wobei man sich natürlich die Frage stellen kann was unhöflicher ist. Jemanden nach seiner ausstehenden Bezahlung zu fragen oder jemanden dem man eine Bezahlung schuldig ist vor die Tür zu setzen.

Kaum am Schiff angekommen kam uns der Oberfuzi von Kosuke Limited entgegen und wedelte mit der Rechnung unserer Bestellung, welche für die Durchführung unseres Auftrages unabdingbar war, vor meiner Nase herum und diese sollte nur ICH unterschreiben laut Taina San. Der hat sie doch nicht mehr alle. Ich habe mich natürlich geweigert und prompt gingen mir die Lichter aus.

Eintrag 419:

Ich liege mit einer Beule und üblen Kopfschmerzen auf meiner Pritsche auf der Devi.
Dieser versoffene NSUler Petrov hat mir von hinten diese elenden Schocktschakkos über die Rübe gezogen, MIR! Und dann auch noch meine Finger-ID zur Bezahlung auf die ausstehende Rechnung gedrückt! Am liebsten würde ich ihm ja seine Eier abreißen, wenn sie ihm nicht schon vorher abgefallen wären! Das geht hier alles zu weit. Ich muss ein Exempel statuieren. Also schnappe ich mir meine Splinter, klemme sie mir unter die Achselhöhle, ziehe mich aus bis auf meinen Morgenmantel und gehe Petrov besuchen.

Anscheinend sind gerade alle dabei im Hangarraum unseren neu angeschafften Jäger mit Nippontarntechnologie, den sie sich mit meinem Fingerabdruck gekauft haben, zu bewundern.
Petrov und Barti stehen vor dem Jäger. Ich gehe geschmeidig arschwackelnd auf die Beiden zu, Petrov dreht sich um. Langsam lasse ich den rosanen Morgenmantel von meinem Körper gleiten, Petrovs Augen werden größer – sabbernder Köter – und schwellen noch weiter an, als er die Splinter sieht die auf sein Gummisuspensorium zielt. Ein leises Klicken, ein Bisschen Rauch, ein lauter Knall. Fetzen aus abgetragener Kleidung, altem Gummidödel und frischem Fleisch fliegen gepaart mit klebrigen Blutstropfen durch den Raum. Ich hätte vielleicht doch ein kleineres Kaliber nehmen sollen…Naja, lassen wir das Bild einfach mal so im Raum stehen, drehen uns um und lassen die anderen noch ein Bisschen meinen wohlgeformten Arsch bewundern wie er sich langsam wackelnd aus dem Raum bewegt, dachte ich mir.
Pustekuchen, da packt mich dieser verlauste Bartolomäus von hinten am Hals mit seinem bionischen Arm und lässt mich erst mal in der Luft baumeln. Mit der Splinter über meiner Schulter die in Bartis Gesicht zielt, versuche ich ihn davon zu überzeugen mich loszulassen.
Mittlerweile sind die anderen aus dem Gleiter gestürmt und versuchen in die Situation einzugreifen, was Petrov glücklicherweise verhindert. Gebrochener Hals oder geplatzter Kopf, beides zwar ein eindeutiges Zeichen, so aber als Exempel nicht geplant. Barti gelingt es bevor ich ihm den Kopf wegschieße mich zu entwaffnen. Petrov der als einziger die Situation richtig einschätzt entschuldigt sich bei mir. Damit wären wir also quitt und ich spiele sogar mit dem Gedanken Petrov als Entschädigung mein eigenes, privates Lustspielzeug als Implantat zu überlassen.

Die anderen sehen das aber gar nicht so und brüllen was von Rauswurf, Arrest und dass ich eine Gefahr wäre…dabei verkennen sie doch deutlich denn Zweck dieser Aktion, der nur zur Unterstreichung meiner Position dienen sollte. Es ist ja nicht mal jemand gestorben, außer einem Gummidödel der schon eh die besten seiner Tage hinter sich hatte…und was für welche.

Als mich Ajid und Bartolomäus freundlicherweise zu meiner Kabine begleiten möchten, fällt Barti auf einmal ein, das er mit mir noch über den Verbleib seiner „Ketten der Läuterung“ sprechen möchte. Barti versucht mit Gewalt mich einzuschüchtern um mir den Aufenthaltsort seiner Lustketten zu entlocken. Dieses Spatzenhirn war anscheinend gerade nicht zugegen bei meinem kleinen Schauspiel und denkt er könnte mich einschüchtern. Bevor wir allerdings unser Gespräch weiter vertiefen konnten mischte sich die Devi Amarita ein, schottete das komplette Schiff erst mal ab, reduzierte immer weiter den Sauerstoffgehalt und verlangte, dass wir uns alle nun vertragen sollen. Auch wenn sie eine alte Schachtel ist, Weitblick hat die Gute. Auf einem Monitor in unserer Schottkammer zeigte uns Devi wie sie Bartis Kettchen einfach in Luft auflöste und ihm an die Zimmertür nagelte. Naja nicht ganz, sie verwebte die Ketten mit der Materie des Schiffes, was Barti fast zur Weißglut bracchte. Nachdem wir alle Devis Ultimatum akzeptiert hatten und bei uns zwangsweise Friede Freude Eierkuchen herrschte, konnten wir endlich wieder mit der Tagesordnung fortfahren.

Eintrag 420:

Heute haben wir uns alle mal ausgesprochen. Schön wars. Ich darf bleiben, Ajid soll auf mich aufpassen, Barti hat seine Ketten wieder und fliegen nach Alistair.

Eintrag 421:

Wir treten voll bepackt und in bester Stimmung in unserem niegelnagelneuem Jäger von der Rückseite des Planeten in den Orbit Alistairs ein. Dachten wir zumindest…

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Kein Plan überlebt den Kontakt mit dem Feind - Aus der Enzyklopädie des Medicus Gaius Aurelius Varro über das Multiversum und seine Eigenarten

Es gibt Zeiten, in denen ich mich ernsthaft frage ob die Arbeit eines Medicus im heutigen Multiversum noch die Anerkennung bekommt, die sie meiner Meinung nach verdient hat. Da gebe ich mir die größte Mühe, die Verwundungen des „Unermüdlichen“ optimal zu versorgen, nur um anschließend mitzuerleben, wie er in einem Schaukampf gegen zwei Praetorianer mehrere schwere Treffer einstecken muss, die wohl erneut zu Verletzungen führe werden. Nicht das mich dies überrascht. Dennoch frage ich mich, ob meine Bemühungen an diesen Nicht-Helix verschwendet sind. Trotzdem zeigt er allerdings die typischen Qualitäten von NSU-Hardware: Egal, wie stark man auf ihn einprügelt, er bleibt standhaft. Ob daher sein Spitzname kommt? Jedoch gelang es ihm nicht, auch nur einen einzigen Treffer zu setzten. Im Gegensatz dazu hat sein Mitstreiter den Sinn eines Kampfes verstanden und eigenhändig beide Praetorianer besiegt. Eine sehr beeindruckende Leistung, wie ich anerkennen muss. Mars ist ihm gewogen.

Kurz nach diesem Schaukampf werde ich den Konferenzsaal meines Herrn Marcus Marsius gerufen wo sich mein Herr mit zwei der Gorgonen unterhält (die nebenbei bemerkt genau gleich aussehen) und finde dort, wenig überraschend, den „Unermüdlichen“ blutend und bewusstlos auf dem Boden liegend vor. Ohne mich groß um die Angelegenheiten der Gruppe zu kümmern, lasse ich ihn zum zweiten Mal in 24 Stunden auf meine Krankenstation bringen. Auf dem Gang treffe ich auf einen weiteren Begleiter der Steno, der etwas verstohlen herumschleicht und sich sichtlich Sorgen um die Gesundheit seines Gefährten macht. Er gehört wohl auch zu den Menschen, die kein Vertrauen in die überlegene Technologie der Helix haben, denn ich muss ihm mehrmals versichern, dass meine Fähigkeiten mehr als ausreichen, um die Gesundheit des „Unermüdlichen“ ohne bleibende Schäden wieder herzustellen. Es gelingt mir sogar, während der Operation seine Modifikationen zu verbessern. Ich kann nur hoffen, dass er meine Mühen in seinen kommenden Gefechten zu schätzen weiß.

Nachdem ich meine Pflichten als Medicus erfüllt habe, berief mich mein Herr Marsius erneut zu sich und klärte mich über Grund des Besuches dieser seltsamen Gruppe auf. Es handelt sich dabei um einen bunt zusammengemischten Haufen aus NSUlern, Obun, Nippon, Autoganoi und Kreuzfahrern, die auf einer Mission sind und deren Raumschiff und Crew von dem Piraten Calcahun festgesetzt wurde. Zur Auslöse verlangt er nun, dass sie ihm von meinem Herrn das Gray Goo besorgen. Ich will mir nicht ausmalen, was so eine schreckliche Waffe in den Händen dieses irren Verbrechers anrichten kann. Dennoch sah mein Herr den Vorteil in dieser Situation und bot der Gruppe eine synthetische Version des Gray Goo und eine Phalanx Helix-Assassinen an, um Calcahun zu überlisten und ihr Schiff und die Crew zu befreien. Als Gegenleistung verlangte mein Herr, dass die falsche Steno, deren wahrer Name Mishiru lautete, und ihre Begleiter das legendäre Schiff „Helios“ finden und ihm das Gegenmittel des Gray Goo, oder jegliche Informationen zu dessen Herstellung, bringen.

Endlich! Seit Jahren arbeiten wir auf das Ziel hin, die Galaxie von dieser gefährlichen Waffen zu befreien und jetzt hat sich eine einmalige Gelegenheit ergeben, diesem Ziel einen großen Schritt näher zu kommen. Ich wusste, es war damals ich die richtige Entscheidung mich in die Dienste von Marcus Marsius zu begeben. Viel wird im Senat über das Für und Wieder, die Vor- und Nachteile des Gray Goo debattiert, aber die meisten Senatoren wollen diese Waffe nur zu ihrem eigenen Vorteil einsetzen. Ich bin mir sicher, dass Marsius eigene Pläne damit verfolgt, aber in der Suche nach dem Gegenmittel haben wir ein gemeinsames Interesse. Vielleicht gelingt es mir, das Multiversum von der Geißel dieser grausamen Waffe zu befreien. Als einer der wenigen Wissenschaftler, die das Gray Goo ausführlich studiert haben, soll ich die Gruppe begleiten und sie mit meinem Wissen als Medicus und Biowaffentechniker unterstützen.

Bevor wir aufbrachen, nutze Petrov, wie „der Unermüdliche“ mit richtigem Namen heißt, die Gelegenheit, um mit Juri dem Roten zu sprechen, der ebenfalls die „Gastfreundschaft“ meines Herrn genießt. Den Inhalt der Unterredung behielt er allerdings für sich.

Nachdem dies erledigt war, gingen wir alle an Bord der Invictus und flogen mit einem Container syntethischem Gray Goo und 15 Containern voll Helix-Assassinen im Laderaum zu Calcahun zurück. Allerdings, und hier muss ich zu meiner Schande gestehen bin ich nicht ganz unschuldig, wurde Minerva, die Göttin der Weisheit und der strategischen Kriegsführung, auf diesem Flug in eine Rettungskapsel gesetzt und auf Nimmerwiedersehen in die unendlichen Tiefen des Alls geschossen. Anstatt sich auf die Kampfkraft der Helix zu verlassen, bestand Ajit plötzlich darauf, mich in Handschellen als Geisel vor Calcahun zu präsentieren und so mit einer List sein Schiff und die Crew freizupressen.

Langsam näherten wir uns dem gigantischen Raumschiff von Calcahun und landeten in einem der beiden Haupthangars. Der Piratenführer erwartete uns schon persönlich –zusammen mit vier Praetorianern und einem Trupp Piraten, die überall auf Emporen und auf der Landefläche Stellung bezogen hatten. Ich schob den leeren Container (Ajit bestand darauf, das Gray Goo an einer Kette um seinen Hals zu tragen) langsam durch den Hangar. Er selbst ging neben mir und drückte mir eine Laserpistole in die Rippen. Hinter uns folgten Mishiru, Petrov und von Wagner. In dem folgenden Gespräch konnte Ajit zwar erwirken, dass seine gesamte Familie an Bord seines Schiffes gebracht wurde, aber so richtig ging Calcahun auf die List nicht ein. Ich stand schon kurz davor, ihm die Pistole zu entreißen und den Piratenfürst niederzustrecken, als plötzlich Lasersalven über unsere Köpfe hinwegzischten. Die Helix-Assassinen hatten sich mit Hilfe ihrer Tarnumhänge in Stellung gebracht und das Feuer auf die Piraten eröffnet. Ajit zog mich auf die offene Ladeluke seines Schiffes zu und auch die anderen rannten geduckt hinter uns her, um aus dem Kreuzfeuer zu kommen. Als sich die Frachtluke geschlossen hatte, wollte der Inder einen Not-Start durchführen. Erst jetzt konnte ich die Gruppe darauf aufmerksam machen, dass wir das wichtigste vergessen hatten: Die Artefakte befanden sich noch an Bord der Invictus und die Ketten der Läuterung irgendwo in Calcahuns Schiff. In dem Chaos hatte niemand von uns daran gedacht, sie mit zunehmen. Petrov bekam einen cholerischen Anfall und hämmerte wie wild auf den Hebemechanismus der Frachtluke um sie zu öffnen. Zusammen mit von Wagner stürmte er nach draußen – und geradewegs in die Rücken der Praetorianer, die schon in einen heftigen Kampf mit den Assassinen verwickelt waren. Auch hier stellte der Kreuzfahrer sein Kriegsglück unter Beweis und streckte eigenhändig zwei der Elitekrieger nieder. Mishiru rannte unterdessen auf die Gefechtsbrücke, um den Kampf mit den Bordgeschützen der Devi Amrita zu unterstützen. Ich folgte Ajit auf die Brücke, um von ihm das Gray Goo zurückzufordern und doch noch mit einem Bluff die Situation unter Kontrolle zu bekommen, was mir nicht gelang da niemand auf Calcahuns Brücke antwortete.

Zur Gleichen Zeit begann eine weitere Schlacht im Weltraum, als die Piraten und ihre Begleitschiffe von einem unbekannten Helix-Kreuzer angegriffen wurden.

Mit vereinten Kräften gelang es uns, die Praetorianer und Piraten auszuschalten und die Kontrolle über den Hangar zu bekommen. Als Calcahun sah, dass diese Schlacht für ihn verloren war, flüchtete er. Nachdem die Artefakte aus der Invictus geborgen wurden, setzten ihm Petrov, von Wagner und ein kleiner Junge nach, wobei der Junge die erstaunliche Fähigkeiten zeigte, sich vor Wänden dematerialisieren zu können (Selbstnotiz: Untersuchung auf Instabilität seiner Atomverbindungen anordnen). Wie mir später berichtet wurde, stellten die drei Calcahun in seiner Waffenkammer und dem Jungen gelang es, den Piratenfürst mit dem Bogen des Phönix niederzustrecken. In dieser Kammer fanden sie auch die Ketten sowie einige wertvolle Artefakte. Warum Petrov allerdings ein Paar ganz normaler Schock-Chackoos mitnahm die er bei jedem besser ausgestatteten Waffenhändler bekommt, verstehe ich nicht ganz. Eventuell ist ein Scan seiner Gehirnwellen nötig.

Im Weltraum konnte das fremde Helix-Schiff ebenfalls den Kampf für sich entscheiden. Allerdings stürzte das zerstörte Wrack eins Piratenkreuzers direkt auf die Landebucht zu. Zwar konnte das Energiefeld den größten Teil der Explosion abhalten, aber Calcahuns Schiff nahm dabei schweren Schaden. Das dumpfe Grollen von Sekundärexplosionen hallte durch den Rumpf und wir wussten, das nicht mehr viel Zeit blieb. Petrov, von Wagner und der Junge eilten zum Hangar zurück, konnten ihn aber zuerst nicht betreten. Das fremde Helix-Schiff hatte um Landeerlaubnis gebeten und Mishiru war in den Kontrollraum geeilt, um das Energiefeld zu deaktivieren und die Atmosphäre abzulassen. Nachdem das Schiff gelandet war, erschien mein Herr Marcus Marsius persönlich. Er nahm die Helix-Assassinen an Bord, verlangte das synthetische Gray Goo zurück und wies uns an, nach Alistaria zu fliegen, da sich dort ein weiteres Artefakt befand. Auf die Frage, nach dem Schicksal von Calcahun antwortete Petrov nur knapp, dass dieser von dem jungen Pankrati erledigt wurde, was meinen Herrn sichtlich beeindruckte.

Die Erschütterungen und Explosionen wurden immer stärker und wir gingen alle an Bord um diesen Hangar so schnell wie möglich zu verlassen. Keine Sekunde zu früh, wie sich zeigte. Kaum hatte die Devi Amrita das Hangartor passiert, riss eine Reihe von Explosionen den Rumpf des Piratenschiffes auf und verwandelte es in einen riesigen Feuerball. Trümmer wurden in alle Richtungen davon geschleudert und sowohl die Amrita als auch das Schiff meines Herrn wurden vollständig von den Flammen eingehüllt. Dennoch waren uns die Götter gewogen und wir schafften es ohne ernsthafte Beschädigungen aus diesem Inferno zu entkommen.

Und trotzdem ist mein Abenteuer an dieser Stelle noch nicht zu Ende. An Board lernte ich ein weiteres Mitglied der Crew kennen. Alina Stojka di Badzo, die mir zur Begrüßung ein Messer ins Gesicht hielt, während sich ihr rechter Fuß einem Tentakel gleich um meinen Oberkörper schlang. Sie verlangte eindrücklich ein Medikament zur nachträglichen Empfängnisverhütung. Offensichtlich hatte sie ausschweifend sexuellen Kontakt zu einigen Mitgliedern der Piratencrew. Ich bin mir nicht sicher, was bei ihr zuerst behandlungsbedürftig ist: Ihre sexuelle Präferenzstörung der unteren Extremitäten, ihre ausgeprägte Nymphomanie oder die Tatsache, dass sie vor anerkannten Akademikern absolut keinen Respekt zeigt. Nun, mal sehen was die Krankenstation dieses Raumschiffes an Placebos vorrätig hat. Natürlich verschreibe ich ihr ein echtes Medikament, aber der Gedanke, ihr mit einer Zuckertablette eine Lektion zu erteilen ist reizvoll. Wobei eine Schwangerschäft allerdings äußerst hinderlich für die Mission wäre. Und diese hat oberste Priorität vor allem anderen.

Unterdessen brach zwischen Ajit und Pankrati ein handfester Streit aus. Der NSUler, wohl auch für die Mechanik zuständig, hatte nicht nur die alten Lasertürme wieder aktiviert sondern auch Ajits Mutter während der Reperatur auf einer Mikrowelle zwischengespeichert, was dazu führte, dass sich die Devi Amirta wieder in ein NSU-Schiff zurückverwandelte. Pankrati wollte mit einer Rettungskapsel das Schiff verlassen und erst eine Entschuldigung von Ajit und das Angebot seiner Mutter (die in der Zwischenzeit eine mechanische Inkontinenz auslöste und den Wodka-Spender auf der Brücke zum Überlaufen brachte), ihn in die Familie aufzunehmen, konnten Pankrati überzeugen an Bord zu bleiben. (Selbstnotiz: Analyse der sozialen Beziehungssituation an Bord der Devi Amriat erstellen. Alternativ an Ajit wegen Verdacht auf Mutter-Komplex einer psychologischen Untersuchung durchführen.) Um dieses Freudige Ereignis zu feiern, und auch um den Tod eines Familienmitgliedes zu gedenken, das von Piraten erschossen wurde, gab es anschließend eine große Wodka-Party.

Unser nächstes Ziel ist es also, nach Alistaria zu fliegen und die heilige Bibel aus der Residenz des Bischofs zu entwenden. Eine Idee, die von Wagner gar nicht begeistert, da dies die Entweihung dieses für ihn heiligen Buches zur Folge hätte. Hoffentlich bleiben uns für den weiteren Weg Jupiter, Minerva und alle anderen Götter gewogen.

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Eine fast göttliche Täuschung

Der Plan ist riskant aber bietet von unseren Optionen die beste Erfolgschancen. Das wichtigste ist jetzt, dass unsere Kämpfer bei den Schaukämpfen nicht außer Gefecht gesetzt werden und dass niemand bemerkt dass ich in meiner Rolle als Gorgone Steno trotzdem nur rudimentäre Kenntnisse in Latein habe. Ich brauche dringend neue Software! Dass wir von Wagner aufgenommen haben erweist sich als positiv, denn seine Latein Fähigkeiten sind mindestens auf Level 3 und sein Auftreten hat ja immer die Arroganz einer höheren Kaste… er ist mein perfekter Sprecher.
Ich hoffe dass er sich auch als Kämpfer beweist, denn Petrov ist in keinem guten Zustand. Wir bestellen einen Arzt für die Wartung. Kurz darauf wird uns ein typisch athletischer Mann mit scharfgeschnittenen Zügen angemeldet, der sich als Medicus Gaius Aurelius Varro vorstellt. Seine Untersuchung macht einen kompetenten Eindruck, aber auch allgemein ist die Helix keine so große Enttäuschung wie die NSU mit Ihrer kruden unterentwickelten Technologie.
Ich bin erleichtert, dass der Medicus Petrov mitnimmt um ihn auf seiner Station wiederherzustellen. Wenn er bemerkt hätte, dass wir uns auf Common statt auf Latein verständigen, hätte das unsere Chancen um 33,2% gemindert. Der Arztbrief den wir später erhalten lässt mich allerdings mein Bild von der NSU-Technik überdenken: ein komplettes Skelett mit Titan verstärkt??! Über den Sprengkörper in Petrovs Kopf werden wir auch noch reden müssen…

Da klopft eine Sklavin an und fragt welches Kostüm die Herrin zu tragen wünscht… Dem hohen Stand meiner Rolle zufolge fällt meine Wahl zuerst auf Hera, die geschockte Reaktion der Sklavin ist allerdings kein gutes Zeichen. Ich weiß dass diese Station den Anhängern des Mars gehört und lese wähle demnach die Geliebte des Mars, Aphrodite. Eine geeignetere Botschafterin für ein Bordell kann es schließlich nicht geben.
Die Sklavin geht trotzdem kreidebleich. Und bringt kurz darauf Kostüme, die den Namen nicht verdienen. Es ist mehr eine Ansammlung von Goldflitter mit der wir versuchen dürfen, unsere Blöße zu bedecken. Ajid scheint sehr unglücklich über das goldene Lederbändchen, das ihn als Diener der Aphrodite verkleiden soll…
Das einzige das an mir effektiv verhüllt wird ist mein Gesicht, für das ich eine goldene Maske bekomme. Ich bin darüber sehr froh, da es meinen “Gesprächspartnern” erschwert meine Mimik zu deuten. Schließlich werden meine Gespräche von Wagner geführt und kann nur gelegentlich Stichwörter erkennen.
Der Ball selbst fängt gut an, unser Auftritt erregt zwar weit mehr Aufsehen als erwartet und ist pompös inszeniert mit Marcus Marsius im Mars-Kostüm – aber wir meistern alles erstaunlich souverän. Als die Kämpfe beginnen ist für uns alle die riskanteste Zeit: Petrov und Wagner müssen gegen 2 hünenhafte Spartaner mit riesigen Gladien aus blauem Stahl bestehen; und ich habe keinen Sprecher mehr und verstecke mich hinter meiner Maske und höflichem Schweigen.
Der Kamp soll mit dem ersten vergossenen Blut enden und Petrov scheint einen Moment schwer getroffen – aber erstaunlicherweise fließt kein Blut! Dabei bin ich mir sicher… in dem Moment springt Wagner vor und ritzt einem Spartaner blitzschnell den Oberschenkel an. Die Menge tobt als der Hüne verdattert auf das rote Rinnsal starrt, vor Wagner auf ein Knie geht und ihm seinen Gladius übberreicht. Den Wagner nickend entgegen nimmt, als gelten für ihn die Gesetzte der Physik nicht. Es sieht ein bisschen aus wie in den Retro-Spielen Japans, da trugen die Charaktere auch immer überdimensionale Waffen.
Dieser Waffe fällt auch der 2. Spartaner zum Opfer. Ich hatte Wagner unterschätzt, diese Geschwindigkeit kann nicht natürlich sein. Ich sollte mir mal seine Modifikationen ansehen.

Der Pöbel tobt vor Begeisterung und Marcus Marsius scheint ehrlich beeindruckt wenn auch leicht in seinem Stolz gekränkt (Diener der Venus sollten denen des Mars eigentlich unterlegen sein, streng genommen). Er bittet uns 3 in ein Nebenzimmer und ich denke schon wir stehen kurz vor dem Ziel… da blickt uns streng die echte Herrin Steno von den Gorgonen entgegen.
Sarkastisch applaudieren sie und Marsius uns zu unserem Sieg und der gelungenen Vorstellung und fragen was denn das ganze soll… uns bleibt nichts anderes als sie zu unseren Verbündeten gegen Calcahun zu machen. Während Petrov auf einmal zusammenbricht und doch noch beginnt zu bluten (der Medicus bringt ihn weg) berichten Wagner und ich vom heimtückischen Mord an Vulcanus und Ceaculus und dass wir geschickt wurden um das graue Goo zu stehlen. Aber auch dass wir bereit wären, Calcahun mit einer List zu täuschen und mit Ihrer Hilfe zu eliminieren, um so die Devi Amrita zu retten. Gut dass Ajid nicht hier ist, er würde vor Angst um seine Familie 100% irrational werden. Aber ich habe ihn vor dem Kampf spionieren geschickt.
Wo steckt der nur?

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Logbuch der Invictus - Sonderbesatzung Amrita

Die Sonderbesatzung übernahm am 14. September unter Zwang das Paramilitärische Helix Schiff Invictus. Die Besatzung besteht aus Ajit Madhukar Ramashani, Mishiru Takeshi, Petrov Alerajuvic und Bartholomäus von Wagner. Wir wurden von unserem Häscher von der restlichen Besatzung der Devi Amrita getrennt und auf vielfältige Weise bedroht. Wir sind gezwungen, für diesen Widerling Calcahun eine neue biologische Waffentechnologie zu stehlen. Andernfalls würden die Geiseln getötet, die Devi Amrita zerstört, die heilige Kette einbehalten und die Aussicht darauf, Juri oder den Kristall zu finden, vernichtet. Gesamtheitlich ist die Lager düster aussichtslos und bringt mich, Ajit an den Rand der Verzweiflung.

Das Schiff wurde von mir dokumentarisch inspiziert und funktioniert offenbar tadellos. Die Spezifikationen sind für eine Mittelstreckenkorvette dieser Größe atemberaubend. Bewaffnung: hoffnungslos übertrieben. Betreten nehme ich Platz in der Mitte dieser Massenvernichtungswaffe und bediene eine Konsole. Mit all dieser Waffengewalt unter meinen Fingern wünschte ich, ich könnte beidrehen und diesen Calcahun einfach in Weltraumstaub verwandeln! Dieser tief verwurzelte Hass. Diese … Macht … kurrumpiert … Er weiß genau, dass wir es nicht wagen würden, dieses Schiff gegen ihn zu wenden, deswegen lehnt er sich zurück und lacht sich ins Fäustchen.

Das Schiff steuert sich butterweich, der offene Brückenaufbau lässt die Besatzung elegant wie Götter durch die Sterne gleiten. Wir gehen auf Lichtgeschwindigkeit und nehmen ruhig fahrt auf. Die Spitzengeschwindigkeit liegt weit über der von meinem eigenen Schiff. Petrov und Mishiru scheinen sich sofort pudelwohl zu fühlen. Sie stehen um einen holografischen Projektor herum, auf dem Mishiru den Umrissplan unseres Zielortes geladen hat.

Wilde Diskussionen über unser Vorgehen werden geführt. Ein Chaos wie auf Odessa können wir uns diesmal nicht leisten. Die Seiten zu wechseln und den Senator um Hilfe zu bitten wäre zwar erfolgversprechend, aber würde den Tod unserer Freunde garantieren. Wir versuchen es mit einer sehr hochgestapelten Täuschung. Mishiru wird die Identität von Medusa der Gorgonen annehmen. Bartholomäus und Ajit werden ihre direkten “exotischen” Diener miemen und Petrov wird von ihr als Geschenk auf die Raumstation von Markus Marciusi gebracht. Sein Ruf als “der Unermüdliche” eilt ihm voraus und dieses Auftreten erschien uns als am wenigsten riskant. Ziel: Wir schleichen uns unter dem Schleier einer großen Helix Festivität auf die Station und wollen erst mal ermitteln können, ohne ständig Angst haben zu müssen.

Karius Station. Bartholomäus trägt einen Lederrock und Sandalen, als Leibwächter bewaffnet mit einem Gladius. Einen ebensolchen trägt Petrov und Wir erhalten in einer aufwändigen Begrüßungszeremonie 12 Sklaven als Willkommensgeschenk. Ein alter Herr namens Titus, seines Zeichens Sekretär des Senators, heißt Mishiru mit einer tiefen Verbeugung willkommen. Uns wird mit jedem Augenblick bewusster, wie brandgefährlich unser Schwindel ist. Mishiru kann von der Sprache der Helix kein Wort verstehen. Sie hat sich zwar ein Wörterbuch auf ihre Festplatte geladen, die Suche erfordert aber wertvolle Millisekunden für jedes Wort und das Gesamtverständnis der Sprache besitzt nur Bartholomäus.

Der Gastgeber zeigt sich vor riesigem Publikum als verwundert, aber überglücklich über den Besuch der Gorgone. Unter großem Ehrengeleit von bewaffneten Prätorianern werden wir in eine königlich eingerichtete Suite gebracht. Mishiru verlangt kurz formuliert zu einer Sklavin “Gesundheit Gladiatoren prüfen. Ärzte bringen hierher.”. Umgehend wird auch ein Arzt gebracht, hierher…

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Memoiren von Bartholomäus Wagner

Mein Name ist Bartholomäus Wagner, erster Sohn von Christopherus Wagner dem Familienoberhaupt des ersten Nebenzweigs des Hauses Wagner und dessen Schlachtstandartenträger im letzten Kreuzzug gegen die Heiden der Obun. Ich bin nunmehr seit über neun Monaten auf einer heiligen Queste für den Prälaten höchstpersönlich. Nachdem ich auf diesem Mond angekommen und einer Spur gefolgt bin um an die Kette der Läuterung zu kommen wurde ich hinterrücks überwältigt und in eine Zelle geworfen. Mein Chronometer zeigt mir an das ich nunmehr fast acht Monate in dieser kleinen dreckigen und stickigen Zelle verbringe und mein Glaube auf eine harte Probe gestellt wird. Mein Schiff und meine Knappen werden schon längst wieder in den Raum der heiligen Kirche zurückgekehrt sein und meinen tot verkündet haben. Nur einmal täglich bekomme ich einen Napf voll unidentifizierbarer brauner Grütze durch einen Schlitz am Boden geschoben. Jedes Mal versuche ich mit dem Schinder in Kontakt zu treten doch nie bekomme ich eine Antwort. Nach unendlicher Zeit in der Dunkelheit und Stille höre ich plötzlich Gemurmel vor meiner Zelle und ich ergreife die Gelegenheit und donnere mit aller Kraft gegen die Tür und rufe um Hilfe. Es handelt sich um eine kleine, wild zusammengewürfelte Gruppe aus den verschiedensten Fraktionen. Ich erkenne zwei NSU ler, eine Nippon, einen Helix und einen gottverdammten Obun mit lächerlichem Akzent. Das Gesindel erkennt weder meine Stellung an, noch scheint es gewillt mir aus christlicher Nächstenliebe aus meiner misslichen Lage zu helfen. Also bleibt mir nur noch eine Option und ich verhandle mit ihnen. Erst als ich ihnen große Reichtümer bei meiner Rückkehr ins gelobte Land in Aussicht stelle sind sie bereit mich aus der Zelle zu befreien. Eigenartiger weise ergreift gerade der Obun am ehesten für mich Partei und erklärt mir, dass auch sie versuchen hier herauszukommen. Die Zelle erwies sich nicht als einzige Hürde um aus diesem Alptraum zu entkommen, denn wir befinden uns in einem riesigen und tödlichen Labyrinth. Allerdings habe ich hier auch noch eine Aufgabe zu erfüllen und ich habe nicht vor sie wegen ein paar Monaten in einer Zelle zu vergessen und wie ein geprügelter Hund zu meinem Haus zurückzulaufen. Also gehen wir weiter durch das Labyrinth und kommen in einen Lagerraum, in welchem ich auch meine Habseligkeiten wiederfinde. Darüber hinaus nehmen meine Begleiter einige eigenartige Artefaktwaffen mit, die Ketten der Läuterung kann ich aber leider nicht ausmachen. Als wir weiter gehen verlangt der kleine Pankrati (der kleine Babyrusse, der allerdings sehr gewitzt scheint) das ich vorgehe und den Minentreter spielen soll. Mit meinem Glauben im Rücken betrete ich beherzt in den nächsten Raum und mir bietet sich ein Anblick auf hunderte von der Decke hängender Ketten. Euphorie packt mich, könnte es sich dabei um die Kette der Läuterung handeln? Beim näher kommen schnelle die Ketten plötzlich auf mich zu, packen mich und ziehen mich in den scheinbar undurchdringlichen Kettenvorhang. Ein hitziges Gefecht entbrennt und alle versuchen die Ketten in der Mitte des Raumes zu zerstören. Ich befreie mich aus den Ketten und unterstütze die anderen im Kampf gegen dieses unheilige Hexenwerk. Währenddessen beschäftigt sich Ajid mit dem Fresko an den Wänden und löst dabei einen Mechanismus aus, der die Ketten zur Ruhe bringt. Als ich ebenfalls die Gelegenheit bekomme das Fresko näher zu betrachten, fällt mir die Szenerie des Prometheus auf wie er mit den Ketten der Läuterung an den Kaukasus gefesselt wurde. Bei den Ketten handelt es sich jedoch nicht um Stein als Teil des Freskos sondern um echte Ketten. Ich kann mein Glück kaum glauben, es muss sich also um die echte Kette der Läuterung handeln und deswegen reiße ich sie kurzerhand aus dem Fresko heraus. Calculus der Helix der uns begleitet und scheinbar der Sohn von Vulcanos ist, dem Schinder dem dieser ganze komplex gehört und mich eingekerkert hat, führt uns darauf hin in eine gigantische Halle, in der wir auf Vulkanos höchstpersönlich treffen. Er ist ein wahrer Gigant, betrachtet sich selbst als Gottheit und alle anderen meiner Gruppe beugen die Knie voller Ehrfurcht vor ihm. Ich spucke nur auf den Boden angesichts dieser ketzerischen Tat, ich beuge mich nur vor der einen wahren Gottheit. Vulcanos schickt uns als letzte Herausforderung bevor wir gehen dürfen gegen den Bronzegiganten Thalos ins Feld. Dieser mindestens dreißig Meter große Koloss versucht uns mit seinen Füßen zu zerquetschen. Einige der neuen Artefakte kommen zum Einsatz und erweisen sich als sehr wirkungsvoll. Auch meine Petrusfaust reißt ein riesiges Loch in einen Fuss unseres monströsen Gegners und schickt ihn auf ein Knie. Kurz darauf fällt Thalos und wir haben den Kampf gewonnen. Vulkanos beantwortet darauf hin einige Fragen der Gruppe, schenkt uns die erbeuteten Artefakte und die Freiheit. Ajid hat sich bereit erklärt mir eine Passage ins gelobte Land zu gewähren und endlich kann ich mit dem glorreichen Abschluss meiner Queste heimkehren. Beim Verlassen der Halle stellt sich uns jedoch noch ein Helix mitsamt zwei Dutzend Piraten in unsre Quere. Der Helix stellt sich als Calcahun dem Zwillingsbruder von Calculus vor und somit ebenfalls Sohn von Vulcanus. Scheinbar sind wir hier inmitten eines Familienkriegs gelangt. Nachdem Calcahun von seinem Vater verlangt ihm den Geygoo (Weltenvernichter) auszuhändigen, dieser ihm jedoch erklärt dass er diesen an den Senat weitergegeben hätte, kommt es zum Kampf. Calcahun hat uns vor die Wahl gestellt zu sterben oder gegen Vulanos zu kämpfen. Wir wählen den Kampf gegen die Piraten, da es sich bei Calcahun um einen Mann ohne Ehre handelt und Vulcanos wenigstens zu seinem Wort gestanden hat. Der Kampf verläuft jedoch nicht zu unsren Gunsten. Obwohl wir einige der Piraten ausschalten können, wird Vulcanos von seinem eigenen Sohn getötet und auch Calculus findet den Tot. Wir werden von den Piraten überwältigt und auf ihr Schiff gebracht. Wieder in einer Zelle kommen ich und die anderen zu Bewusstsein. Nur Ajid fehlt und ich gehe vom schlimmsten aus. Nach kurzer Zeit kommen ein Arzt und zwei Piraten in die Zelle und kümmern sich um unsere Wunden. Auch Calcahun lässt sich blicken und bietet uns einen Handel an. Er lässt uns frei und gibt Informationen zu der von den anderen gesuchten Person preis, wenn wir diese Person ebenfalls nach dem Verbleib des Geygoos befragen und es im Anschluss für ihn besorgen. Ich weiß nicht so recht von was da geredet wird, da ich das Ziel unserer Gruppe noch nicht kenne. In jedem Fall geht es nicht mit meinen eigenen Zielen einher jedoch bin ich diesen komischen Leuten noch etwas schuldig für meine Befreiung aus dem Labyrinth von Vulcanos und ein Wagner steht zu seinem Wort. Wir gehen auf den Handel ein da uns keine andere Wahl gelassen wird. So verschlagen wie Calcahun ist wird er auch irgendwie dafür sorgen, dass wir auch nach seiner Pfeife tanzen, aber darum können wir uns später kümmern. Er gibt uns noch eine Information, dass es sich bei dem Geygoo um eine Flüssigkeit handeln soll, anschließend verlässt er die Zelle. Kurz darauf hören wir eine Explosion in der Nähe und viel gerenne auf dem Gang. Ein paar Minuten später wird auch Ajid in unsere Zelle geworfen. Scheinbar hat der mutige kleine Kerl versucht ein Ablenkungsmanöver zu starten, was aber leider nicht so recht funktioniert hat. Der Arzt heilt unsere wunden und wir verbleiben in der Zelle und warten angespannt auf das was in den nächsten Stunden mit uns geschehen wird.

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